Wesen und Sinn der Symptome: Wieso die Psyche die Körperchemie beherrscht und nicht die Körperchemie die Psyche.

Dr. Philipp Zippermayr

Artikel zu Video 5:

In der Schulmedizin wird eine Erkrankung über die aktuell sichtbaren und messbaren Symptome des Kranken diagnostiziert, die emotionale Lage des Patienten spielt bei dieser Diagnose keine oder nur eine untergeordnete Rolle. In der symbolischen Medizin wird die Entstehung der Krankheit und ihre spezifischen Körpersymptome als Ausdruck des seelischen Zustands des Patienten gesehen und somit dient der seelische Zustand des Patienten als Basis der Therapie.

  • Wenn die Welt also informatisch, also nicht aus feststofflicher Materie sondern aus Energie und Information aufgebaut ist, ändert sich unser Weltbild fundamental.

Mit Energie ist hier nicht die elektrische Energie gemeint, sondern ein innerer Antrieb oder Entfaltungsdrang. Dieser Drang zur Präsenz ist in allen Elementen, Dingen und Lebewesen von vorne herein angelegt und hat ab dem Urknall die Entwicklung lebender Organismen aus Materie ermöglicht. Diese „tote Materie“ hat es also geschafft, „lebendig zu werden“, sie kann somit niemals tot gewesen sein. Ihre Lebensenergie treibt die Evolution an.

 

Getrieben von diesem Drang zur Präsenz hat sich jedes Lebewesen  mit den gegebenen sozialen Bedingungen, also der Realität auseinanderzusetzen.

Die Realität fließt als Wahrnehmung in die Vorstellung ein, die jedes Lebewesen von der Welt hat, und bildet sich hier als Eindruck ab. Aus dieser Auseinandersetzung entsteht das subjektive Abbild der Wirklichkeit. Die reale Welt ist uns nicht zugänglich, wir können uns von der Welt nur Eindrücke verschaffen.

Diese Eindrücke können überzogen und unrealistisch sein, umgekehrt kann aber auch die umgebende Realität schwer oder unerträglich sein. Beide Situationen führen zum Konflikt der eigenen Vorstellungen wie die Dinge zu sein hätten, mit den herrschenden Bedingungen. Diesen Konflikt nennen wir Krankheit. Sie bildet sich in einem Symptomenmuster ab, bei dem es sich um eine Übersetzung des Konflikts in situationsbezogene Begriffe bzw. in Symptome handelt.

Die Krankheitssymptomatik ist also eine emotionale Reaktion auf soziale Bedingungen, mit denen man sich nicht arrangieren kann.

  • Warum empfinden wir Beschwerden, Zustände, Schmerzen dennoch nicht als Konflikt sondern als funktionelle Störungen?

Ich möchte dies anhand eines Beispiels erklären:

Der Kaiser von China wird von einem Boten davon unterrichtet, dass die Mongolen in sein Reich eingefallen wären. Diese Botschaft verursacht bei ihm einen kräftigen Adrenalinanstieg und heftige Aufregung. Nun zu sagen, diese Aufregung wäre vom Adrenalin verursacht, ist genauso falsch, wie zu behaupten, die Erregung des chinesischen Kaisers wäre vom Boten verursacht. In jedem Fall ist seine Emotion eine Reaktion auf die Invasion der Mongolen und damit die Ursache für die Hormonausschüttung und die dazugehörigen Erregungssymptome.

Betrachtet man diese Episode vom informatischen Standpunkt aus, hängt die Auswirkung der überbrachten Botschaft wesentlich von der emotionalen Grundstimmung im Kaiserreich ab. Der Bau der Chinesischen Mauer verweist auf ein Gefühl der Bedrohung, dem man mit einem Abschotten gegen die Umwelt zu begegnen versucht. Dieses Grundgefühl hat einen bedeutenden Einfluss auf die Bewertung der überbrachten Botschaft. Ein völlig unbedeutender Vorfall kann dann wie eine gefürchtete Invasion erlebt werden und entsprechend heftige Reaktionen auslösen.

Bei einer Bienenstichallergie wiederholt sich diese Thematik in ähnlicher Form. Informatisch gesehen ist die Botschaft, die das Bienengift übermittelt, für Menschen harmlos, für die überempfindliche Person jedoch wie eine Invasion.

 

 

  • Wenn also diesem Denken entsprechend Krankheit kein funktionaler Defekt, sondern eine emotionale Aussage über eine Ursache ist, macht es Sinn, diese Aussage verstehen zu wollen!
  • Auch die Ergebnisse der theoretischen Physik sprechen dafür, dass die Welt informatisch ist. In einer informatischen Welt gibt es keine Hardware, nur Software. Organische Körper sind komplexe informatische Systeme, also Programme, die aus emotionalen Reaktionsmustern bestehen. Folglich sind die Emotionen der bestimmende Faktor und die Biochemie ist den Emotionen unterstellt! Der derzeitige Stand der Wissenschaft sieht das umgekehrt.

Ich gehe davon aus, nicht nur die biochemischen sondern alle chemischen Prozesse bilden  emotionale Episoden ab. Drogen können ihre Wahrnehmung und Bewertung beeinflussen. Künstlich zugeführt produzieren sie also Fake News.

  • Wenn Symptome Stressreaktionen sind, muss ihre Aussage zwangsläufig Thema und Inhalt des Stresses betreffen. Ihr Zweck ist also die Schilderung des Krankheitsgeschehens. Diese Schilderung setzt sich aus Beschwerden, z. B. dem Schmerz und der körperliche Lokalisation Über verbessernde oder verschlimmernde Umstände wird zusätzlich auf die Ursachen verwiesen.
  • Das Wort „Beschwerde“ beschreibt die Sachlage exakt. Das Unterbewusstsein beschwert sich beim Bewusstsein.

Wie kann man nun die Symptomenbotschaft verstehen? Wenn Körper wandelnde Programme sind, verweisen Symptome logischer Weise auf Konflikte, die inhaltlich mit dem Zweck der Organe, an denen sie auftreten, zu tun haben.

Ein Beispiel:

Der Kopf steht z. B. für den Anspruch eines Lebewesens auf soziale Geltung. Beschwerden des Kopfes verweisen darauf, dass man sich in seiner sozialen Geltung in Frage gestellt fühlt. Die Tatsache, dass bei jemandem Kopfschmerz durch die Sonne verursacht wird, verweist darauf, dass er sich durch die Sonne in seiner Geltung in Frage gestellt fühlt. Die emotionale Überempfindlichkeit des Patienten auf die Sonne bedeutet, dass in ihm eine Empfindlichkeit auf die dominante Ausstrahlung, wie sie manche Menschen besitzen, vorliegt. Somit bedeutet Kopfschmerz durch die Sonne, dass man sich durch ihre dominante Präsenz in der eigenen Geltung in Frage gestellt fühlt.

Meist handelt es sich um Menschen, die mit Dominanz schlechte Erfahrungen gemacht haben oder die sich mangels eigener Präsenz von jeder Dominanz gleich bedrängt fühlen.

Das bedeutet, Symptome sind Folge der Reizbarkeit oder Überempfindlichkeit eines Menschen auf Basis einer subjektiven Bewertung seiner sozialen Situation. Keinesfalls sind die Symptome objektive, allgemeingültige Wahrheit.

Das Bewusstsein nimmt die Botschaft zur Kenntnis. Die Ursache scheint jedoch nicht in der Botschaft auf,  das Bewusstsein ist also aufgefordert, sie aus logischen Zusammenhängen abzuleiten. Das bedeutet aber stets, dass es bei Krankheiten zu einer Auseinandersetzung zwischen Wunsch und Wirklichkeit kommt.

Widerspricht nämlich die Botschaft den eigenen Wünschen, wird man dazu neigen, die Symptome als mechanischen Defekt zu interpretieren, also lieber annehmen, im System gäbe es einen Fehler. Das ist einfacher als sich der Botschaft und ihren Aufforderungen zu stellen.

Erinnern Sie sich nun bitte an das Beispiel des Boten von der mongolischen Invasion.

Möglicherweise ist es der Wunsch des chinesischen Kaisers, in seiner Selbstherrlichkeit durch keinerlei Widersprüche von außen in Frage gestellt zu sein. Die Invasion wirft jedoch ein negatives Licht auf seine Verteidigungspolitik. Also wird er den Boten köpfen lassen und selber vielleicht zur Opiumpfeife greifen.

Auf Körperebene entspricht eine Operation oder die Einnahme eines Schmerzmittels dieser Problemlösungsstrategie.

Wenn also der Körper programmartig strukturiert ist, teilen Symptome die Tatsache mit, dass er in seiner emotionalen Empfindsamkeit, seiner Vorstellung von der Welt berührt wurde.

Wie fließen nun die Umstände, die ein Symptom verbessern oder verschlimmern in die Symptomenbotschaft ein?

Sich bessernde oder verschlimmernde Umstände eines Symptoms beschreiben die Reizbarkeit und damit auch den Reiz. Das heißt, sie benennen zwar die Ursache nicht, geben aber thematische Hinweise auf sie.

Hier zeige ich Ihnen dazu zwei Beispiele:

Kältebesserung bedeutet,  dass soziale Nähe, Wärme als bedrängend empfunden wird, dass man also sozialen Abstand wünscht.

Kälteverschlimmerung bedeutet, dass man sich sozial isoliert, ausgestoßen fühlt, dass man also soziale Nähe wünscht.

Ist also alles psychosomatisch? Ja und nein. Psychosomatisch beschreibt in der herkömmlichen Sichtweise den Vorgang, dass sich die Seele über eine Ursache erregt und dies über den Körper zum Ausdruck bringt.

Durchfall vor einer Prüfung ist z. B. so ein Spezialfall, wo ganz offensichtlich Erwartungsspannung mit dieser Reaktion verknüpft ist. Begrifflich verweist sie auf Angst vor einem traumatischen Ereignis.

Ist das also eine Abweichung vom Normalfall? Ist also Durchfall vor einer Prüfung etwas völlig anderes als Durchfall durch eine Lebensmittelvergiftung?

Nein, denn der Körper reagiert generell nach immer gleichen Mustern.

Stuhlgang ist die Folge der Tatsache, dass Speisen Träger individueller Information sind und dass Essen eine kommunikative Auseinandersetzung mit sozialen Partnern ist. Dabei stellt sich heraus, dass man nicht mit allen potenziellen Kommunikationspartnern eine soziale Beziehung eingehen kann. Man passt nicht, also kommt es zur Trennung in Form von Stuhl.

Beim Durchfall steigert sich die Auseinandersetzung zum Konflikt, der schließlich in eine emotionale Reaktion, den Durchfall, mündet.

Beim Prüfungsdurchfall ergibt sich eben diese Konstellation auf der Gemütsebene. Der Geprüfte hat das Gefühl, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können und daher abgesondert zu werden, durchzufallen. Nichts anderes passiert beim gewöhnlichen Durchfall.

Grundsätzlich interpretieren Organismen jede Auseinandersetzung auf diese soziale Weise. Im Krankheitsfall fühlen sie sich in Frage gestellt.

Diese Zusammenhänge sind im gesamten Körper zu finden, woraus man schließen kann, dass der Körper ein informatisches System ist, das die Erfüllung der sozialen Akzeptanzbedingungen als Vorgabe hat.

Daraus können wir im Weiteren schließen, dass für den Körper die Erfüllung der Bedingungen sozialer Akzeptanz die wichtigste aller Vorgaben ist, weil der Mensch als soziales Wesen auf soziale Akzeptanz angewiesen ist.

Die logische Konsequenz daraus ist … der Körper ist ein Konstrukt, das auf allen Ebenen die Erreichung sozialer Akzeptanz zum Ziel hat.

Im nächsten Artikel werden wir uns mit dem Wesen der Krankheitskonflikte befassen. Es wird hier um die Grammatik der Symptomensprache gehen.

Die Grammatik der Krankheit: Wieso der Körper nicht tut, was der Kopf gerne hätte.

Dr. Philipp Zippermayr

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Was ist Krankheit, wenn die Welt nicht feststofflich sondern informatisch aufgebaut ist? Dieser von der theoretischen Physik angenommene Fall – es gibt keine Hardware – schließt materielle Defekte als Krankheitsgrund aus.  In einer informatischen Wirklichkeit kann es daher nur innere Widersprüche, also Konflikte geben.  Wenn aber Krankheiten auf Konflikten beruhen, müssen diese, wenn sie nicht mehr aufhören, unlösbar sein. Die Inhalte dieser Konflikte werden von einander widersprechenden Symptomen mitgeteilt. Wenn Symptome Emotionen sind, dann beruht Krankheit auf emotionalen Widersprüchen.

Wieso Altwerden und Tod keine Folge körperlichen Verfalls sind, und warum wir nicht in den Himmel kommen.

Dr. Philipp Zippermayr

Artikel zum Video:

 

Wenn unser Universum in der Lage war, durch ( logische ) Kombination seiner Elemente Leben zu erzeugen, muss dieses Leben als logisches Prinzip oder als Idee schon von vorne herein in den Elementen angelegt sein.

Sinnlosen Puzzleteilchen ist es nicht gegeben, durch zufällige Kombination ein sinnvolles Bild zu erzeugen. Das Bild oder die Idee ist schon vorher da, und wie die Vorlage bei einem Puzzlespiel, gibt es jedem Teilchen Inhalt und Ort.

Überträgt man diesen Gedanken auf die Elemente des Periodensystems, konnten sie sich im Zuge einer allmählich voranschreitenden Evolution wie Puzzleteilchen zu unserer Welt zusammenstellen.

Nach der hier vertretenen Überzeugung sind die Elemente also nicht nur physikalisch-chemisch determiniert sondern vor allem informatisch. Informatisch heißt, jedes Teilchen hat eine Bedeutung. Diese Bedeutungen folgen einer Absicht, nämlich sich mit passenden anderen Bedeutungen zu Lebewesen zu vereinen.

Die Behauptung, dass Elemente Information enthalten, stützt sich zum einen auf der schon  von MAX PLANCK geäußerten Schlussfolgerung, dass Materie geistigen Inhalt haben müsse, und die Logik, dass, wenn sie Leben erzeugen konnte, es sich um soziale Inhalte handeln muss.

Materie trägt also nicht nur das Potenzial des Lebens in sich. Um dieses Potenzial zu entfalten  hat sie auch energetischen Gehalt in Form eines Drangs zur Selbstverwirklichung. Materie erzeugt aus sich heraus also niemals zufällig sondern seinem Potenzial folgend Leben.

Wenn aber Materie in dieser Weise lebendig ist, wie geht das mit der Tatsache zusammen, dass Materie gemessen an menschlichen Zeitspannen ewig ist? Wieso sterben wir, wieso werden wir überhaupt krank?

 

In meinem Buch, Neue Materia Medica der Motive, habe ich mich wie schon vor mir der Homöopath Jan SCHOLTEN mit dem Periodensystem der Elemente auseinandergesetzt.

3. Periode: Natrium – Argon;

Folgt man den Elementen einer Periode vom ersten Element bis zum achten, begegnen wir den Inhalten der menschlichen Entwicklung von der Geburt bis zum Tod.

In der Graphik sehen Sie sieben Reihen, jede ist eine Periode, untereinanderstehen. Ab der 4. Periode kommen die Metalle hinzu, was die graphische Darstellung kompliziert und die Oktaveneinteilung erweitert.

 

Ich möchte nun als Beispiel die dritte Periode herausgreifen, da sie nur aus 8 Elementen besteht und sich besser zur Erklärung der rhythmischen Prinzipien eignet.

Sie ist in zwei 4er Gruppen, also jeweils zwei Vierteltakte, unterteilt . Die 4 Elemente, Na, Mg, Al, Si bilden einen ersten Vierertakt, die 4 Elemente P, S, Cl, Ar bilden den zweiten Vierteltakt. Diese beiden Vierergruppen sind zusätzlich in Zweiergruppen – insgesamt vier Zweiertakte – unterteilt.

 

 

Dieser 8er-Rhythmus wiederholt sich in allen Perioden. Jede Periode hat ihr eigenes Thema. Hier aber geht es nur um das Thema der 3. Periode, Partnerbeziehung.

Die Homöopathie kann die einzelnen Themen der Elemente und damit auch der Perioden mit Hilfe des homöopathischen Arzneimitteltests herausfinden und beschreiben.

Bei einem Arzneimitteltest nehmen Testpersonen so lange das homöopathische Mittel ein , bis Symptome erscheinen. Homöopathische Mittel enthalten ausschließlich Information. Die Symptome, die sie hervorrufen, sind somit emotionale Äußerungen des Körpers zu dieser Information.

Das heißt, Körpersymptome haben emotionalen Inhalt oder Information und können entsprechend in Bedeutung übersetzt werden.

Um das Periodensystem inhaltlich zu verstehen, muss man die einzelnen Elemente als informatische Gebilde verstehen. Das ist möglich, wenn man aus ihnen homöopathische Mittel herstellt und in obiger Weise mit jedem Element einen homöopathischen Arzneimitteltest durchführt.

 

Nun zum informatischen Aufbau einer Periode am Beispiel der 3. Periode:

Das erste Element gibt das Thema der ganzen Periode vor:

1. Bei Natrium , dem 1. Element der 3. Periode, geht es um den Wunsch nach einer erfüllenden Beziehung , also um emotionale Zuwendung. Der Wunsch wird jedoch prompt und unreflektiert an die Umwelt herangetragen. Der Betreffende berücksichtigt nicht, dass Beziehung Ausdruck von Gegenseitigkeit ist.

In der gesamten 3. Periode wird es daher darum gehen, Schritt für Schritt auf die Bedingungen sozialer Gegenseitigkeit einzugehen und damit an Stabilität zu gewinnen. Auf Natrium folgt das

2. Element, Magnesium: Das Zuwendung suchende Individuum beschränkt seine Anfragen auf  einen einzigen berechenbaren Partner . Üblicherweise geht es um das Verhältnis eines Kindes zu den Eltern,  zur Familie oder Gruppe. Diese Strategie der Beschränkung auf Versorger fordert vom Kind keine Gegenleistung, führt aber zur Abhängigkeit. Das

3. Element, Aluminium, steht für die unvermeidliche Lösung von Versorgern. Da das Individuum am Entwicklungsstand von Aluminium seiner selbst nicht sicher ist, weiß es auch nicht , was es braucht, um  für andere attraktiv zu sein. Somit bedeutet jede Abweisung eine In-Frage-Stellung seiner Eignung als Partner. Mit dem

4. Element, Silizium, erkennt das Individuum, dass die Anerkennung als Partner nur gelingt, wenn man einem gültigen Bild von Attraktivität entspricht. Im Grunde handelt es sich um Selbstbewusstsein, das im Wissen um die eigene Attraktivität fußt . Die Frage, ob man sie hat oder sie sich nur einbildet,  führt zu Schwierigkeiten beim Auftreten oder Erscheinen vor anderen, weil man die Öffentlichkeit als Prüfstand erfährt.

Damit ist der 1. Vierteltakt der 3. Periode des Periodensystems abgeschlossen.

Im 2. Vierteltakt geht es um die Frage, was kann man aktiv tun, um die eigene Attraktivität aufzuwerten. Das

5. Element, Phosphor, versucht es mit der Strategie, für alle attraktiv sein zu wollen. Naturgemäß erhöht das nicht nur die Erfolgsrate sondern auch die Gefahr, zu scheitern. Die Lage ist also wieder instabil. Dagegen setzt das

6. Element, Schwefel,  eine realistischen Beschränkung seines Beziehungsanspruchs auf  zustimmende Partner. Das Individuum versucht, mit Begleitmaßnahmen die Chance auf Erfüllung seines  Wunsches zu erhöhen. Es geht um die nur allzu vertraute Strategie, seine Attraktivität durch Leistungen oder Erwerb von Besonderheiten zu erhöhen. Als Partner kommt in Frage, wem es gefällt. Das vorletzte und

7. Element, Chlor, geht diese Frage wie alle Elemente der 7. Gruppe moralistisch an. Wenn man Ansprüche anderer erfüllt, so meint es, darf man auch Erfüllung seiner Ansprüche von ihnen erwarten. Es geht also darum, durch Gegenseitigkeit wiederum Gegenseitigkeit zu erzeugen. Das macht diesen Typus empfindlich für Beziehungsprobleme, weil er durch diese Erwartungshaltung leicht zu enttäuschen ist.

Am Abschluss der 2. Viertels der 3. Periode, das gleichzeitig Abschluss der gesamten Oktave ist, steht wie in jeder Periode als

8. Element ein Edelgas, hier Argon. Es gibt die Antwort auf den im 1. Element, Natrium, geäußerten Wunsch nach einer erfüllenden Beziehung. Das Ideal einer erfüllenden Beziehung erreicht man nicht im Rahmen von sozialer Gegenseitigkeit sondern nur in sich selbst.

Der ideale Partner jedes Individuums ist es selbst.

Die 3. Perioden bearbeiten somit vom ersten bis zum letzten Element weiterschreitend Themen des Erwachsenwerdens und des Erwachsenseins in Form der Erfüllung von Normen sozialer Gegenseitigkeit, wobei im abschließenden Element, dem Edelgas, die maximale „Gegenseitigkeit“ in Form eines Rückzugs auf sich selbst erreicht wird:

Das Paradies, so scheint es, ist Freiheit von Widersprüchen und kann daher nur im Selbst gefunden werden.

Dieses Resultat ist ein Hinweis darauf, dass jedes Lebewesen mit idealen also unrealistischen Vorstellungen an das Leben herangeht. Diese machen das Leben letztlich zu einer unbewältigbaren Aufgabe.

In einer informatischen Welt gibt also keinen Verfall sondern nur unlösbare Probleme.

  • Altwerden ist keine Folge materieller Schwachstellen, Altwerden bedeutet Erstarrung als Folge der Anpassung an einschränkende Erfahrungen.

 

Können positive Erfahrungen befreien, führen einschränkende zum Rückzug ins Vertraute.

Um alt zu werden, gilt also die Regel, je weniger Ansprüche man stellt desto geringer ist auch das Risiko, einschränkende Erfahrungen zu machen: z. B. einige Schildkrötenarten, Bäume etc. – allen ist eine gewisse Selbstbescheidung zu eigen – , oder, das gilt vor allem für Menschen, man hat ein hohes Potenzial, sich erweiternde Erfahrungen zu verschaffen, was eine Frage der Sinnfindung ist. Dass Frauen älter werden bedeutet also, dass sie sich statistisch mit der Sinnfindung (Mutterrolle?) leichter tun

Das Leben ist soziale Auseinandersetzung, das befreiende und das einengende Moment stehen dabei einander gegenüber.

Im Zuge der eigenen Entwicklung überwiegen die einengenden Erfahrungen, man verfestigt sich zwangsläufig. Man erstarrt, man kann auch sagen, man stirbt.

Der Tod ist also Sinnbild dafür, dass das Leben ein unlösbarer Widerspruch ist, dem man sich nur durch ein finales Ausweichen, den Rückzug auf sich selbst, entziehen kann. Das gilt nicht nur für den Alterstod sondern auch für den Unfalltod. Der eine ist eine schleichende der andere eine unmittelbare Konfrontation mit unerfüllbar gewordenen Umfeldbedingungen. Diese Schlussfolgerungen berühren die äußerste Grenze, bis zu der man im Rahmen dieser Logik Aussagen treffen kann, was dahinter liegt, bleibt dunkel.

Im nächsten Video wird es um die vergleichsweise kompliziertere Frage gehen, was denn Krankheit eigentlich ist, wenn Materialdefekte als Krankheitsgrund ausscheiden.

Wieso wir „nackt“ sind, es uns also leisten können, kein Fell zu haben:

Dr. Philipp Zippermayr

Artikel zum Video 

Die Evolutionstheorie, also die Frage, wie Leben entstand, ist die zentrale Frage der biologischen Wissenschaften. Das große Problem der derzeit gültigen Theorie ist jedoch, dass aus ihrer Sicht nur der Zufall die Evolution in Gang gebracht haben kann und dass eben dieser Zufall es geschafft hat, aus toter lebloser Materie plötzlich Leben zu erzeugen. Wenn es aber stimmt, was der New Yorker Philosoph T. NAGEL sagt, und diese Evolutionstheorie als unrichtig auszuschließen ist, was dann?

Ich stelle hier eine Konzeption der Natur vor, bei der Materie nicht feststofflich ist. Das ist nichts Besonderes, weil das ja auch eine Grundannahme der theoretischen Physik ist.

Alle Materieteilchen werden hier als schwingende elektromagnetische Wirbel erklärt. Somit haben sie eine Wellennatur und wie alle Wellen, seien es Wasserwellen, Radiowellen usw. haben sie auch informatischen Gehalt.

Diese Wellennatur der Materieteilchen macht sie zu Informationsträgern. Alles, was Information trägt oder ist, kann sich mit anderer Information austauschen.

Die materiellen Qualitäten von Dingen wie hart, weich, kalt, heiß, zäh oder nachgiebig dienen uns nicht zufällig als Vorbild für die Beschreibung menschlicher emotionaler Qualitäten. Die Eigenschaft eines Dinges, z. B. Härte, kann man  umgekehrt auch als seine emotionale Qualität betrachten.

Ich gehe daher davon aus, jedes Element, jeder irdische Stoff besitzt eine Reihe emotionaler Qualitäten. Damit meine ich, sie können unter geeigneten Bedingungen mit anderen reagieren. Chemische Reaktionen  sind somit nicht inhaltsleer sondern haben im Kern emotionale Gründe. Wir können also die Chemie, die ja mit diesen Qualitäten umgeht, auch als Wissenschaft der emotionalen Eigenschaften von Materie betrachten.

Würden Chemiker diese Eigenschaften der Elemente kennen, ließe sich jedes chemische Verfahren, jede Reaktion in eine soziale Erzählung übersetzen. Die Handlungen laufen unter gleichen Bedingungen auch immer gleich ab, weil die Logik der Inhalte den Umständen folgend zum immer gleichen sozialen Ergebnissen kommt.

Ein einfaches Beispiel: bei der Vereinigung von reinem Wasserstoff und reinem Sauerstoff zu Wasser kommt es zur Knallgasreaktion.

Betrachtet man den Vorgang emotional, so steht die „Emotionalität“ des Wasserstoffs der Emotionalität des Sauerstoffs diametral gegenüber. Sucht der Sauerstoff soziale Nähe, chemisch ist er ein Brückenbildner, weicht der Wasserstoff jeder sozialen Nähe oder Verbindlichkeit aus.

Wasserstoff ist somit mit asozialen Begriffen wie Überheblichkeit, Leichtsinn, Selbstüberschätzung etc.  assoziiert.

Sauerstoff geht mit Begriffen wie Wunsch nach Unterstützung, Gehalten sein, sozialer Wichtigkeit etc. einher.

Die Vereinigung der beiden extremen Gegensätze in einer chemischen Reaktion lässt sozial auf asozial treffen. Die Folge ist eine Explosion, in der sich das expansive Wesen des Wasserstoffs entlädt und Wasser als Konsensprodukt der beiden Gegensätze zurückbleibt.

Dieses emotionale Erklärungsmodell kann nur dann richtig sein, wenn Materie geistige Inhalte besitzt. Mit diesem gedanklichen Ansatz bin aber ich nicht weniger verrückt als Max Planck, auf den ich mich in diesem Zusammenhang berufen kann.

Zitat Max Planck: Der Inhalt und Urgrund von Materie muss geistig sein.

Die Entstehung des Lebens braucht daher keine zufällig sich ineinanderfügende  leblose Puzzleteilchen. Das Geistige ist auch kein  Nebenprodukt sondern der Grund der Evolution. Die Entstehung des Lebens beruht auf einer von allem Anfang an geistigen „Idee“, die in der Materie enthalten ist.

Dieser Gedanke ist für uns ungewohnt, weil unser Denken, unsere Erfahrung die Dinge als tot erlebt.

Wie sollen wir in Dingen diese emotionale Qualität erkennen?

In der Homöopathie treten diese Eigenschaften im Arzneimitteltest zu Tage. Dabei nehmen Testpersonen das homöopathische Mittel so lange ein, bis Symptome erscheinen.  Ohne diese unmittelbare Auseinandersetzung bleiben nur logische Überlegungen.  Fest steht, jedes Ding fordert gewisse äußere Bedingungen, um seine aktuelle Gestalt, seine Eigenschaften wahren zu können. Es kann schmelzen, verdampfen, elastisch, spröde oder flüssig sein, selbst wenn es erst mal befremdlich klingt, kann man diese Zustände als Folge einer emotionalen Auseinandersetzung mit der Umwelt bezeichnen.

Lebendige Individuen formen ganz ähnlich unter dem Innendruck ihrer Ansprüche und dem Druck, den andere Individuen oder Umwelteinflüsse auf sie ausüben, ihre Gestalt aus.

Die typische ERSCHEINUNG jedes Dinges und auch jedes Lebewesens ist also die Folge emotionaler Auseinandersetzungen.

Das haben die Dinge mit den Lebewesen gemeinsam.

Wenn sich aber Leben aus toter Materie nicht entwickeln kann, muss Materie die  Voraussetzung für Leben bereits enthalten.

Wenn Materie in diesem Sinne lebendig ist, gelten zumindest die basalen Gesetze des Lebens auch für unbelebte Dinge.

Eis kann nur bei Minusgraden entstehen und seine Form wahren. Damit wird aber deutlich, dass auch die Voraussetzung für Eis, die kalten Temperaturen, emotionale Bedeutung haben müssen. Kälte ist demnach mit Begriffen wie Isolation, Unnahbarkeit belegt.

Pflanzen brauchen hingegen einen bestimmten Boden, auf dem sie gedeihen können, Menschen brauchen passende Nahrung, passende Temperaturen und spezifischen sozialen Anschluss.

Lebewesen können sich bewegen und damit auch ihre sozialen Beziehungen aktiv gestalten. Sie können Paare, Gruppen oder Staaten bilden und benötigen für diese unterschiedlichen Ebenen von sozialen Beziehungen geeignete Normen.

Die alles hat sich aus Materie entwickelt, also muss es in der Materie als Potenzial angelegt sein.

Mit zunehmender Organisation steigt aber auch der Anspruch an das soziale Umfeld.

Pflanzen sind standortgebunden, Tiere sind je nach Art auf Regionen beschränkt, Menschsein bedeutet im Unterschied zum Tiersein, die ganze Welt zu beanspruchen, also arrangieren sie sich auch mit allen ihren Bedingungen.

Arrangieren bedeutet sich anpassen. Angefangen von seiner Gestalt bis hin zur Entwicklung von Werkzeugen ist der Mensch also ein Anpassungsprodukt an seine Wirklichkeit, die die ganze Welt umfasst:

  • Dazu zählt vor allem die besondere menschliche Konsensfähigkeit, das ist die Fähigkeit zu für ihn typischen SOZIALEN ÜBEREINKÜNFTEN.

Diese ermöglichen es ihm, nackt zu sein.

Das Fell der Tiere ist Ausdruck ihrer sozialen Eigenständigkeit, die sie auf sich alleine gestellt Wind und Wetter trotzen lässt.

Wir brauchen kein Fell, die menschliche Gemeinschaft hat durch verstärkte zwischenmenschliche Bindungen, also Zugehörigkeit zu ihr, einen schützenden Rahmen geschaffen.

Unsere Kleidung ist hier nicht nur bloßer Fellersatz sondern in seinen vielfältigen Formen auch Ausdruck sozialen Zusammenlebens. Kleidung, Gebäude, soziale Ideen wie Gesetze und Regeln sind alle Teil dieses schützenden Rahmens.

  • Man kann daher mit Recht behaupten, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mensch es sich leisten konnte, nackt zu sein, war seine soziale Integrationsfähigkeit auf dem Niveau angelangt, das ihn als Homo sapiens auszeichnet.

Die Fähigkeit zum sozialen Konsens ist also keine Frage freier Entscheidung, sie gehört nicht nur zum Menschen wie seine Gestalt, sein Leben ist auch von seiner Konsensfähigkeit abhängig.

  • Fehlender sozialer Konsens bedeutet Krankheit, wobei die eigenen Erwartungen unrealistisch oder die sozialen Bedingungen unerträglich sein können.

 

Das heißt, wir erkranken immer sozial.

Damit berühre ich die Frage, was denn der Tod ist, wenn die Materie gleichzeitig ewig und lebendig ist? Dies wird Gegenstand des nächsten Artikels (Videos) sein.

Wesen und Sinn der Symptome: Wieso die Psyche die Körperchemie beherrscht und nicht die Körperchemie die Psyche.

Dr. Philipp Zippermayr   

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Was sind Krankheitssymptome, wenn die Welt nicht feststofflich sondern informatisch aufgebaut ist. In diesem von der theoretischen Physik angenommenen Fall ergeben sich für die Definition, was Krankheit eigentlich ist, abweichende Erklärungen. In einer informatischen Wirklichkeit kann es nämlich keine funktionalen Störungen, sondern nur innere Widersprüche, also Konflikte geben.  Wenn aber Krankheiten auf Konflikten beruhen, müssen Symptome emotionale Reaktionen sein.

Wieso wir uns im Spiegel sehen obwohl wir uns gar nicht sehen dürften.

Dr. Philipp Zippermayr – Artikel zum Video

Wenn man meint, Materie sei aus festen Teilchen gebildet, gibt es nur physikalisch-chemische Gesetze und Wechselwirkungen, wenn man jedoch diese Teilchen als elektromagnetische Schwingungsgebilde erachtet, kommt eine inhaltliche Qualität hinzu, die Teilchen können miteinander kommunizieren. In diesem Video (10 min)  lege ich anhand des Spiegelproblems dar, was das für Konsequenzen für unser Weltbild hat.

https://youtu.be/N7pvg7rjUPQ

Falls Sie den Text lieber lesen wollen, hier der Artikel:

In der theoretischen Physik ist Materie nicht aus festen Teilchen sondern winzigen schwingenden elektromagnetischen Wirbeln aufgebaut.

Jedes Atom dieses Universums besteht aus Schwingungen, in welcher Weise diese Schwingungen ihre spezifische Information speichern, Frequenz, Amplitude oder anders, weiß man nicht. Sicher ist, Schwingungen sind Informationsträger, das gilt nicht nur für Radiowellen sondern für jede Art von Wellen.

Für die Entstehung von Wellen braucht es stets das Aufeinandertreffen von Kräften,  bei Wasserwellen sind es z. B. aufeinandertreffende Strömungen verschiedener Richtung oder verschiedener Stärke, Wasser und Wind, strömendes Wasser, das auf einen Widerstand, z. B. einen Pfahl, trifft.  Da, wo Kräfte aufeinandertreffen, kommt es zu einem rhythmischen Abgleich ihrer Wirkungen. Daraus entstehen Wellen. Sie sind eine Art Kompromiss, ein Konsensprodukt.

Alle Arten von Schwingungen, auch elektromagnetische, sind Folgen der Auseinandersetzung von  Kräften, die zu einem Kompromiss finden müssen. Somit „erzählt“ jede Welle von diesem Kompromiss, er ist ihr Inhalt.

Wenn nun Materieteilchen nicht fest sondern winzige schwingende elektromagnetische Wirbel sind, erzählen sie von den Kräften, die ihre Entstehung verursachen. Bei den Elementen des Periodensystems sind dies die Kräfte des Urknalls.

Also, alles, was existiert, hat informatischen Gehalt. Jedes Element des Periodensystems besitzt Wellennatur und ist zwangsläufig Informationsträger.

Das bedeutet, die Teilchen haben Information. Alles, was Information besitzt, kann sich über deren Inhalte mit anderen austauschen, man „redet“ miteinander.

Das gegenwärtige feststoffliche  Weltbild setzt nur auf mathematische Logik, das hier vorgestellt setzt darüber hinaus auch auf eine informatische Logik.

In der Logik der feststofflichen Evolutionstheorie entsteht Leben zufällig, in der Logik der informatischen Evolutionstheorie verständigen sich die verschiedenen Elemente über passende Inhalte oder lehnen sich mangels Passung ab. Die logischen Indizien dafür sind eigentlich erdrückend, wieso kann sich dieses Weltbild nicht durchsetzen? Schon MAX PLANCK war der Meinung, dass es feste Materie an sich nicht gibt und dass der Urgrund der Materie geistig sein müsse.

In der breiten Öffentlichkeit herrscht die Vorstellung, dass Entscheidungen stets dann maximale Qualität haben, wenn sie auf den Boden wissenschaftlicher Fakten getroffen werden.

Ich verweise hier auf den amerikanischen Philosophen KUHN , der sagt, dass die wissenschaftlichen Fakten stets Ausdruck der Machtverhältnisse und nicht der Wahrheit sind.

PAUL FEYERABEND, österreichischer Philosoph (1924 – 1994), er war Professor an der Berkeley Universität, gibt dazu folgenden Kommentar.

Die wissenschaftliche  Praxis, nach der neue Theorien mit alten anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, weil sie zum Erhalt des Alten und Gewohnten führt. In dem Maße, in dem sie nur bestimmte Ergebnisse als Tatsachen zulässt, wird die Wissenschaft theologisch, ähnelt also einer Religion. Tatsächlich aber ist jede Theorie, also auch die alten von einem Meer von Unstimmigkeiten umgeben.

Ein Beispiel:

Eine Theorie mit qualitativen Mängeln ist die NEWTONSCHE Farbenlehre. Sie besagt, dass das Licht aus Strahlen mit verschiedener Brechbarkeit besteht und eine sehr geringe Breitenausdehnung im Raum haben. Nach seiner Spiegeltheorie sehen wir uns nur deshalb, weil alle Strahlen im selben Winkel von der Spiegeloberfläche reflektiert werden. Tatsächlich ist die mikroskopisch vergrößerte Oberfläche des Spiegels grob und uneben. Treffen nun diese winzigen Lichtwellen auf sie, ist diese für sie wie eine Gebirgslandschaft.

Die Strahlen werden durch die „Abhänge“ und „Gipfel“ in unterschiedliche Richtungen reflektiert. Nach dieser Theorie dürften wir uns also nicht im Spiegel sehen, sondern nur eine raue graue Oberfläche? Die Strahlentheorie des Lichts ist somit mit dem Vorhandensein von Spiegelbildern unvereinbar ist (wie NEWTON selbst zugibt).

Ich denke, das Spiegelproblem ist seit ca. 300 Jahren für die materialistische Weltsicht unerklärbar, weil man glaubt, dass das Sehen ein rein physikalischer Vorgang sei.

Tatsächlich ist auch die moderne Gehirnforschung bezüglich des Sehens zu ganz anderen Resultaten gekommen.

Das Bild, das wir sehen, wird demnach erst im Kopf zusammengesetzt, die Wirklichkeit entsteht also in uns und hat mit der Außenwelt nur bedingt etwas gemein.

In einer informatischen Wirklichkeit, wie ich sie hier vorstelle, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen .

Beim Sehen, Hören, Riechen etc. also bei allen Sinnesempfindungen spielen Emotionen die entscheidende Rolle. Das heißt, wenn wir sehen, hören oder riechen dann interpretieren wir! Wir knüpfen zu allem, was wir wahrnehmen eine emotionale Beziehung!

Diese Form der emotionalen Bezugnahme kann man sehr gut als ein Verstehen erklären. Beim Verletzungsschock verspüren wir nichts, obwohl eigentlich die Hölle los ist. Soll heißen, es ist etwas passiert, was wir erst mal nicht verstehen!

Das heißt, jede Sinnesempfindung läuft auf ein Verstehen der sinnlichen Wahrnehmung hinaus.

Wir müssen einen emotionalen Bezug herstellen können, sonst verstehen wir es nicht und nehmen letztlich nichts wahr!

Ob wir etwas verstehen wird nicht im Auge sondern auf der Ebene des Gehirns entschieden wird. Das Hirn vollbringt die eigentliche Sehleistung, indem es das von außen kommende Bild mit vorhandenen Vorstellungen abgleicht.

Das bedeutet, das Gehirn muss eine Vorstellung von der Welt haben, damit wir sie überhaupt wahrnehmen können.  

Somit ist jedes Bild etwas Gemachtes, es setzt sich aus dem Bild von einem Ding und der vorhandenen Vorstellung von Dingen zusammen. Fehlt diese Vorstellung, kann man das Bild nicht verstehen, es ist wertlos.

Ich kehre nun zum Spiegel zurück:

Beim Spiegel geht es um die emotionale Auseinandersetzung des Auges mit einem Gegenstand, der alles Licht reflektiert.

Reflexion bedeutet auf der Ebene des Gehirns – also das Unterbewusstsein -, dass es keine Bezüge zum Gegenstand aufbauen kann.

Die Voraussetzungen für ein Verstehen fehlt.

Auf der Ebene des Sehens interpretiert das Unterbewusstsein Reflexion daher als sinnliche Abweisung.

Ein einfacheres Erklärungsmodell: Menschen kommunizieren miteinander, indem sie sich ineinander hineinversetzen. Das heißt, bei einem Gespräch vergleichen sie unwillkürlich die Äußerung des Kommunikationspartners mit der eigenen Meinung. Sie nehmen ihn damit über ihre eigene Meinung wahr. Diese Vergleichstechnik ist unvermeidlich. Bei Spiegeln oder verschlossenen Menschen scheitert diese Technik. Es kommt zu keinem Abgleich, was bleibt, ist die eigene Meinung, die eigenen Sicht der Dinge. Man spiegelt sich im anderen.

Jede Sinneswahrnehmung beruht auf solchen Vorgangen.

Der spiegelnde Gegenstand verschließt sich jeder Gegenseitigkeit, wirft alles Licht zurück, also nicht nur das Bild des Betrachters sondern auch das Bild der Umwelt.

Was man nun sieht, ist die eigene Sicht der Dinge, also das, was man sehen würde, stünde man an der Stelle des Spiegels. Man sieht sich und das, was hinter einem ist. 

Man musst sich also bei der Bildentstehung von der Physik der Lichtstrahlen lösen. Theoretisch könnt jeder Gegenstand spiegeln. Das Gehirn produziert erst ab einer gewissen Glätte Spiegelbilder, das heißt, es nimmt den spiegelnden Gegenstand plötzlich nicht mehr wahr, was gemäß seiner Methode der Bilderzeugung dazu führt, dass nur die eigene Sicht der Dinge übrig bleibt. Damit wird der Beobachter zu seinem eigenen Gegenüber.

Deshalb kann ich mit einem Spiegel um die Ecke sehen. Der Spiegel bin ich, der entsprechend positioniert meine Sicht der Dinge zeigt, würde ich an der Stelle des Spiegels stehen.

 

All das ergibt auf physikalischer Ebene keinen Sinn, auf der emotionalen Ebene ist es logisch. 

Im nächsten Video (Artikel) wird es um die Frage gehen, wieso wir „nackt“ sind, es uns also leisten können, kein Fell zu haben.

Wieso Altern und Tod keine Folge körperlichen Verfalls sind und warum wir nicht in den Himmel kommen.

Dr. Philipp Zippermayr   

Video 3

Unser aktuelles Weltbild geht von fester Materie aus. Ich glaube an das Weltbild der theoretischen Physik, also an eine Welt, die nicht aus fester Materie sondern aus Energie und Information besteht.

Wenn aber die Welt nicht feststofflich sondern informatisch ist, ergeben sich für Altern und Tod abweichende Erklärungen. In einer informatischen Wirklichkeit kann es nämlich keinen körperlichen Verfall sondern nur widersprüchliche Inhalte, zum Beispiel Konflikte zwischen der eigenen Vorstellung und der Wirklichkeit geben.  Wir altern an unseren Erfahrungen.