Wieso wir uns im Spiegel sehen obwohl wir uns gar nicht sehen dürften.

Dr. Philipp Zippermayr – Artikel zum Video

Wenn man meint, Materie sei aus festen Teilchen gebildet, gibt es nur physikalisch-chemische Gesetze und Wechselwirkungen, wenn man jedoch diese Teilchen als elektromagnetische Schwingungsgebilde erachtet, kommt eine inhaltliche Qualität hinzu, die Teilchen können miteinander kommunizieren. In diesem Video (10 min)  lege ich anhand des Spiegelproblems dar, was das für Konsequenzen für unser Weltbild hat.

https://youtu.be/N7pvg7rjUPQ

Falls Sie den Text lieber lesen wollen, hier der Artikel:

In der theoretischen Physik ist Materie nicht aus festen Teilchen sondern winzigen schwingenden elektromagnetischen Wirbeln aufgebaut.

Jedes Atom dieses Universums besteht aus Schwingungen, in welcher Weise diese Schwingungen ihre spezifische Information speichern, Frequenz, Amplitude oder anders, weiß man nicht. Sicher ist, Schwingungen sind Informationsträger, das gilt nicht nur für Radiowellen sondern für jede Art von Wellen.

Für die Entstehung von Wellen braucht es stets das Aufeinandertreffen von Kräften,  bei Wasserwellen sind es z. B. aufeinandertreffende Strömungen verschiedener Richtung oder verschiedener Stärke, Wasser und Wind, strömendes Wasser, das auf einen Widerstand, z. B. einen Pfahl, trifft.  Da, wo Kräfte aufeinandertreffen, kommt es zu einem rhythmischen Abgleich ihrer Wirkungen. Daraus entstehen Wellen. Sie sind eine Art Kompromiss, ein Konsensprodukt.

Alle Arten von Schwingungen, auch elektromagnetische, sind Folgen der Auseinandersetzung von  Kräften, die zu einem Kompromiss finden müssen. Somit „erzählt“ jede Welle von diesem Kompromiss, er ist ihr Inhalt.

Wenn nun Materieteilchen nicht fest sondern winzige schwingende elektromagnetische Wirbel sind, erzählen sie von den Kräften, die ihre Entstehung verursachen. Bei den Elementen des Periodensystems sind dies die Kräfte des Urknalls.

Also, alles, was existiert, hat informatischen Gehalt. Jedes Element des Periodensystems besitzt Wellennatur und ist zwangsläufig Informationsträger.

Das bedeutet, die Teilchen haben Information. Alles, was Information besitzt, kann sich über deren Inhalte mit anderen austauschen, man „redet“ miteinander.

Das gegenwärtige feststoffliche  Weltbild setzt nur auf mathematische Logik, das hier vorgestellt setzt darüber hinaus auch auf eine informatische Logik.

In der Logik der feststofflichen Evolutionstheorie entsteht Leben zufällig, in der Logik der informatischen Evolutionstheorie verständigen sich die verschiedenen Elemente über passende Inhalte oder lehnen sich mangels Passung ab. Die logischen Indizien dafür sind eigentlich erdrückend, wieso kann sich dieses Weltbild nicht durchsetzen? Schon MAX PLANCK war der Meinung, dass es feste Materie an sich nicht gibt und dass der Urgrund der Materie geistig sein müsse.

In der breiten Öffentlichkeit herrscht die Vorstellung, dass Entscheidungen stets dann maximale Qualität haben, wenn sie auf den Boden wissenschaftlicher Fakten getroffen werden.

Ich verweise hier auf den amerikanischen Philosophen KUHN , der sagt, dass die wissenschaftlichen Fakten stets Ausdruck der Machtverhältnisse und nicht der Wahrheit sind.

PAUL FEYERABEND, österreichischer Philosoph (1924 – 1994), er war Professor an der Berkeley Universität, gibt dazu folgenden Kommentar.

Die wissenschaftliche  Praxis, nach der neue Theorien mit alten anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, weil sie zum Erhalt des Alten und Gewohnten führt. In dem Maße, in dem sie nur bestimmte Ergebnisse als Tatsachen zulässt, wird die Wissenschaft theologisch, ähnelt also einer Religion. Tatsächlich aber ist jede Theorie, also auch die alten von einem Meer von Unstimmigkeiten umgeben.

Ein Beispiel:

Eine Theorie mit qualitativen Mängeln ist die NEWTONSCHE Farbenlehre. Sie besagt, dass das Licht aus Strahlen mit verschiedener Brechbarkeit besteht und eine sehr geringe Breitenausdehnung im Raum haben. Nach seiner Spiegeltheorie sehen wir uns nur deshalb, weil alle Strahlen im selben Winkel von der Spiegeloberfläche reflektiert werden. Tatsächlich ist die mikroskopisch vergrößerte Oberfläche des Spiegels grob und uneben. Treffen nun diese winzigen Lichtwellen auf sie, ist diese für sie wie eine Gebirgslandschaft.

Die Strahlen werden durch die „Abhänge“ und „Gipfel“ in unterschiedliche Richtungen reflektiert. Nach dieser Theorie dürften wir uns also nicht im Spiegel sehen, sondern nur eine raue graue Oberfläche? Die Strahlentheorie des Lichts ist somit mit dem Vorhandensein von Spiegelbildern unvereinbar ist (wie NEWTON selbst zugibt).

Ich denke, das Spiegelproblem ist seit ca. 300 Jahren für die materialistische Weltsicht unerklärbar, weil man glaubt, dass das Sehen ein rein physikalischer Vorgang sei.

Tatsächlich ist auch die moderne Gehirnforschung bezüglich des Sehens zu ganz anderen Resultaten gekommen.

Das Bild, das wir sehen, wird demnach erst im Kopf zusammengesetzt, die Wirklichkeit entsteht also in uns und hat mit der Außenwelt nur bedingt etwas gemein.

In einer informatischen Wirklichkeit, wie ich sie hier vorstelle, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen .

Beim Sehen, Hören, Riechen etc. also bei allen Sinnesempfindungen spielen Emotionen die entscheidende Rolle. Das heißt, wenn wir sehen, hören oder riechen dann interpretieren wir! Wir knüpfen zu allem, was wir wahrnehmen eine emotionale Beziehung!

Diese Form der emotionalen Bezugnahme kann man sehr gut als ein Verstehen erklären. Beim Verletzungsschock verspüren wir nichts, obwohl eigentlich die Hölle los ist. Soll heißen, es ist etwas passiert, was wir erst mal nicht verstehen!

Das heißt, jede Sinnesempfindung läuft auf ein Verstehen der sinnlichen Wahrnehmung hinaus.

Wir müssen einen emotionalen Bezug herstellen können, sonst verstehen wir es nicht und nehmen letztlich nichts wahr!

Ob wir etwas verstehen wird nicht im Auge sondern auf der Ebene des Gehirns entschieden wird. Das Hirn vollbringt die eigentliche Sehleistung, indem es das von außen kommende Bild mit vorhandenen Vorstellungen abgleicht.

Das bedeutet, das Gehirn muss eine Vorstellung von der Welt haben, damit wir sie überhaupt wahrnehmen können.  

Somit ist jedes Bild etwas Gemachtes, es setzt sich aus dem Bild von einem Ding und der vorhandenen Vorstellung von Dingen zusammen. Fehlt diese Vorstellung, kann man das Bild nicht verstehen, es ist wertlos.

Ich kehre nun zum Spiegel zurück:

Beim Spiegel geht es um die emotionale Auseinandersetzung des Auges mit einem Gegenstand, der alles Licht reflektiert.

Reflexion bedeutet auf der Ebene des Gehirns – also das Unterbewusstsein -, dass es keine Bezüge zum Gegenstand aufbauen kann.

Die Voraussetzungen für ein Verstehen fehlt.

Auf der Ebene des Sehens interpretiert das Unterbewusstsein Reflexion daher als sinnliche Abweisung.

Ein einfacheres Erklärungsmodell: Menschen kommunizieren miteinander, indem sie sich ineinander hineinversetzen. Das heißt, bei einem Gespräch vergleichen sie unwillkürlich die Äußerung des Kommunikationspartners mit der eigenen Meinung. Sie nehmen ihn damit über ihre eigene Meinung wahr. Diese Vergleichstechnik ist unvermeidlich. Bei Spiegeln oder verschlossenen Menschen scheitert diese Technik. Es kommt zu keinem Abgleich, was bleibt, ist die eigene Meinung, die eigenen Sicht der Dinge. Man spiegelt sich im anderen.

Jede Sinneswahrnehmung beruht auf solchen Vorgangen.

Der spiegelnde Gegenstand verschließt sich jeder Gegenseitigkeit, wirft alles Licht zurück, also nicht nur das Bild des Betrachters sondern auch das Bild der Umwelt.

Was man nun sieht, ist die eigene Sicht der Dinge, also das, was man sehen würde, stünde man an der Stelle des Spiegels. Man sieht sich und das, was hinter einem ist. 

Man musst sich also bei der Bildentstehung von der Physik der Lichtstrahlen lösen. Theoretisch könnt jeder Gegenstand spiegeln. Das Gehirn produziert erst ab einer gewissen Glätte Spiegelbilder, das heißt, es nimmt den spiegelnden Gegenstand plötzlich nicht mehr wahr, was gemäß seiner Methode der Bilderzeugung dazu führt, dass nur die eigene Sicht der Dinge übrig bleibt. Damit wird der Beobachter zu seinem eigenen Gegenüber.

Deshalb kann ich mit einem Spiegel um die Ecke sehen. Der Spiegel bin ich, der entsprechend positioniert meine Sicht der Dinge zeigt, würde ich an der Stelle des Spiegels stehen.

 

All das ergibt auf physikalischer Ebene keinen Sinn, auf der emotionalen Ebene ist es logisch. 

Im nächsten Video (Artikel) wird es um die Frage gehen, wieso wir „nackt“ sind, es uns also leisten können, kein Fell zu haben.

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