Wieso wir „nackt“ sind, es uns also leisten können, kein Fell zu haben:

Dr. Philipp Zippermayr

Artikel zum Video 

Die Evolutionstheorie, also die Frage, wie Leben entstand, ist die zentrale Frage der biologischen Wissenschaften. Das große Problem der derzeit gültigen Theorie ist jedoch, dass aus ihrer Sicht nur der Zufall die Evolution in Gang gebracht haben kann und dass eben dieser Zufall es geschafft hat, aus toter lebloser Materie plötzlich Leben zu erzeugen. Wenn es aber stimmt, was der New Yorker Philosoph T. NAGEL sagt, und diese Evolutionstheorie als unrichtig auszuschließen ist, was dann?

Ich stelle hier eine Konzeption der Natur vor, bei der Materie nicht feststofflich ist. Das ist nichts Besonderes, weil das ja auch eine Grundannahme der theoretischen Physik ist.

Alle Materieteilchen werden hier als schwingende elektromagnetische Wirbel erklärt. Somit haben sie eine Wellennatur und wie alle Wellen, seien es Wasserwellen, Radiowellen usw. haben sie auch informatischen Gehalt.

Diese Wellennatur der Materieteilchen macht sie zu Informationsträgern. Alles, was Information trägt oder ist, kann sich mit anderer Information austauschen.

Die materiellen Qualitäten von Dingen wie hart, weich, kalt, heiß, zäh oder nachgiebig dienen uns nicht zufällig als Vorbild für die Beschreibung menschlicher emotionaler Qualitäten. Die Eigenschaft eines Dinges, z. B. Härte, kann man  umgekehrt auch als seine emotionale Qualität betrachten.

Ich gehe daher davon aus, jedes Element, jeder irdische Stoff besitzt eine Reihe emotionaler Qualitäten. Damit meine ich, sie können unter geeigneten Bedingungen mit anderen reagieren. Chemische Reaktionen  sind somit nicht inhaltsleer sondern haben im Kern emotionale Gründe. Wir können also die Chemie, die ja mit diesen Qualitäten umgeht, auch als Wissenschaft der emotionalen Eigenschaften von Materie betrachten.

Würden Chemiker diese Eigenschaften der Elemente kennen, ließe sich jedes chemische Verfahren, jede Reaktion in eine soziale Erzählung übersetzen. Die Handlungen laufen unter gleichen Bedingungen auch immer gleich ab, weil die Logik der Inhalte den Umständen folgend zum immer gleichen sozialen Ergebnissen kommt.

Ein einfaches Beispiel: bei der Vereinigung von reinem Wasserstoff und reinem Sauerstoff zu Wasser kommt es zur Knallgasreaktion.

Betrachtet man den Vorgang emotional, so steht die „Emotionalität“ des Wasserstoffs der Emotionalität des Sauerstoffs diametral gegenüber. Sucht der Sauerstoff soziale Nähe, chemisch ist er ein Brückenbildner, weicht der Wasserstoff jeder sozialen Nähe oder Verbindlichkeit aus.

Wasserstoff ist somit mit asozialen Begriffen wie Überheblichkeit, Leichtsinn, Selbstüberschätzung etc.  assoziiert.

Sauerstoff geht mit Begriffen wie Wunsch nach Unterstützung, Gehalten sein, sozialer Wichtigkeit etc. einher.

Die Vereinigung der beiden extremen Gegensätze in einer chemischen Reaktion lässt sozial auf asozial treffen. Die Folge ist eine Explosion, in der sich das expansive Wesen des Wasserstoffs entlädt und Wasser als Konsensprodukt der beiden Gegensätze zurückbleibt.

Dieses emotionale Erklärungsmodell kann nur dann richtig sein, wenn Materie geistige Inhalte besitzt. Mit diesem gedanklichen Ansatz bin aber ich nicht weniger verrückt als Max Planck, auf den ich mich in diesem Zusammenhang berufen kann.

Zitat Max Planck: Der Inhalt und Urgrund von Materie muss geistig sein.

Die Entstehung des Lebens braucht daher keine zufällig sich ineinanderfügende  leblose Puzzleteilchen. Das Geistige ist auch kein  Nebenprodukt sondern der Grund der Evolution. Die Entstehung des Lebens beruht auf einer von allem Anfang an geistigen „Idee“, die in der Materie enthalten ist.

Dieser Gedanke ist für uns ungewohnt, weil unser Denken, unsere Erfahrung die Dinge als tot erlebt.

Wie sollen wir in Dingen diese emotionale Qualität erkennen?

In der Homöopathie treten diese Eigenschaften im Arzneimitteltest zu Tage. Dabei nehmen Testpersonen das homöopathische Mittel so lange ein, bis Symptome erscheinen.  Ohne diese unmittelbare Auseinandersetzung bleiben nur logische Überlegungen.  Fest steht, jedes Ding fordert gewisse äußere Bedingungen, um seine aktuelle Gestalt, seine Eigenschaften wahren zu können. Es kann schmelzen, verdampfen, elastisch, spröde oder flüssig sein, selbst wenn es erst mal befremdlich klingt, kann man diese Zustände als Folge einer emotionalen Auseinandersetzung mit der Umwelt bezeichnen.

Lebendige Individuen formen ganz ähnlich unter dem Innendruck ihrer Ansprüche und dem Druck, den andere Individuen oder Umwelteinflüsse auf sie ausüben, ihre Gestalt aus.

Die typische ERSCHEINUNG jedes Dinges und auch jedes Lebewesens ist also die Folge emotionaler Auseinandersetzungen.

Das haben die Dinge mit den Lebewesen gemeinsam.

Wenn sich aber Leben aus toter Materie nicht entwickeln kann, muss Materie die  Voraussetzung für Leben bereits enthalten.

Wenn Materie in diesem Sinne lebendig ist, gelten zumindest die basalen Gesetze des Lebens auch für unbelebte Dinge.

Eis kann nur bei Minusgraden entstehen und seine Form wahren. Damit wird aber deutlich, dass auch die Voraussetzung für Eis, die kalten Temperaturen, emotionale Bedeutung haben müssen. Kälte ist demnach mit Begriffen wie Isolation, Unnahbarkeit belegt.

Pflanzen brauchen hingegen einen bestimmten Boden, auf dem sie gedeihen können, Menschen brauchen passende Nahrung, passende Temperaturen und spezifischen sozialen Anschluss.

Lebewesen können sich bewegen und damit auch ihre sozialen Beziehungen aktiv gestalten. Sie können Paare, Gruppen oder Staaten bilden und benötigen für diese unterschiedlichen Ebenen von sozialen Beziehungen geeignete Normen.

Die alles hat sich aus Materie entwickelt, also muss es in der Materie als Potenzial angelegt sein.

Mit zunehmender Organisation steigt aber auch der Anspruch an das soziale Umfeld.

Pflanzen sind standortgebunden, Tiere sind je nach Art auf Regionen beschränkt, Menschsein bedeutet im Unterschied zum Tiersein, die ganze Welt zu beanspruchen, also arrangieren sie sich auch mit allen ihren Bedingungen.

Arrangieren bedeutet sich anpassen. Angefangen von seiner Gestalt bis hin zur Entwicklung von Werkzeugen ist der Mensch also ein Anpassungsprodukt an seine Wirklichkeit, die die ganze Welt umfasst:

  • Dazu zählt vor allem die besondere menschliche Konsensfähigkeit, das ist die Fähigkeit zu für ihn typischen SOZIALEN ÜBEREINKÜNFTEN.

Diese ermöglichen es ihm, nackt zu sein.

Das Fell der Tiere ist Ausdruck ihrer sozialen Eigenständigkeit, die sie auf sich alleine gestellt Wind und Wetter trotzen lässt.

Wir brauchen kein Fell, die menschliche Gemeinschaft hat durch verstärkte zwischenmenschliche Bindungen, also Zugehörigkeit zu ihr, einen schützenden Rahmen geschaffen.

Unsere Kleidung ist hier nicht nur bloßer Fellersatz sondern in seinen vielfältigen Formen auch Ausdruck sozialen Zusammenlebens. Kleidung, Gebäude, soziale Ideen wie Gesetze und Regeln sind alle Teil dieses schützenden Rahmens.

  • Man kann daher mit Recht behaupten, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mensch es sich leisten konnte, nackt zu sein, war seine soziale Integrationsfähigkeit auf dem Niveau angelangt, das ihn als Homo sapiens auszeichnet.

Die Fähigkeit zum sozialen Konsens ist also keine Frage freier Entscheidung, sie gehört nicht nur zum Menschen wie seine Gestalt, sein Leben ist auch von seiner Konsensfähigkeit abhängig.

  • Fehlender sozialer Konsens bedeutet Krankheit, wobei die eigenen Erwartungen unrealistisch oder die sozialen Bedingungen unerträglich sein können.

 

Das heißt, wir erkranken immer sozial.

Damit berühre ich die Frage, was denn der Tod ist, wenn die Materie gleichzeitig ewig und lebendig ist? Dies wird Gegenstand des nächsten Artikels (Videos) sein.

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