Wieso Altwerden und Tod keine Folge körperlichen Verfalls sind, und warum wir nicht in den Himmel kommen.

Dr. Philipp Zippermayr

Artikel zum Video:

 

Wenn unser Universum in der Lage war, durch ( logische ) Kombination seiner Elemente Leben zu erzeugen, muss dieses Leben als logisches Prinzip oder als Idee schon von vorne herein in den Elementen angelegt sein.

Sinnlosen Puzzleteilchen ist es nicht gegeben, durch zufällige Kombination ein sinnvolles Bild zu erzeugen. Das Bild oder die Idee ist schon vorher da, und wie die Vorlage bei einem Puzzlespiel, gibt es jedem Teilchen Inhalt und Ort.

Überträgt man diesen Gedanken auf die Elemente des Periodensystems, konnten sie sich im Zuge einer allmählich voranschreitenden Evolution wie Puzzleteilchen zu unserer Welt zusammenstellen.

Nach der hier vertretenen Überzeugung sind die Elemente also nicht nur physikalisch-chemisch determiniert sondern vor allem informatisch. Informatisch heißt, jedes Teilchen hat eine Bedeutung. Diese Bedeutungen folgen einer Absicht, nämlich sich mit passenden anderen Bedeutungen zu Lebewesen zu vereinen.

Die Behauptung, dass Elemente Information enthalten, stützt sich zum einen auf der schon  von MAX PLANCK geäußerten Schlussfolgerung, dass Materie geistigen Inhalt haben müsse, und die Logik, dass, wenn sie Leben erzeugen konnte, es sich um soziale Inhalte handeln muss.

Materie trägt also nicht nur das Potenzial des Lebens in sich. Um dieses Potenzial zu entfalten  hat sie auch energetischen Gehalt in Form eines Drangs zur Selbstverwirklichung. Materie erzeugt aus sich heraus also niemals zufällig sondern seinem Potenzial folgend Leben.

Wenn aber Materie in dieser Weise lebendig ist, wie geht das mit der Tatsache zusammen, dass Materie gemessen an menschlichen Zeitspannen ewig ist? Wieso sterben wir, wieso werden wir überhaupt krank?

 

In meinem Buch, Neue Materia Medica der Motive, habe ich mich wie schon vor mir der Homöopath Jan SCHOLTEN mit dem Periodensystem der Elemente auseinandergesetzt.

3. Periode: Natrium – Argon;

Folgt man den Elementen einer Periode vom ersten Element bis zum achten, begegnen wir den Inhalten der menschlichen Entwicklung von der Geburt bis zum Tod.

In der Graphik sehen Sie sieben Reihen, jede ist eine Periode, untereinanderstehen. Ab der 4. Periode kommen die Metalle hinzu, was die graphische Darstellung kompliziert und die Oktaveneinteilung erweitert.

 

Ich möchte nun als Beispiel die dritte Periode herausgreifen, da sie nur aus 8 Elementen besteht und sich besser zur Erklärung der rhythmischen Prinzipien eignet.

Sie ist in zwei 4er Gruppen, also jeweils zwei Vierteltakte, unterteilt . Die 4 Elemente, Na, Mg, Al, Si bilden einen ersten Vierertakt, die 4 Elemente P, S, Cl, Ar bilden den zweiten Vierteltakt. Diese beiden Vierergruppen sind zusätzlich in Zweiergruppen – insgesamt vier Zweiertakte – unterteilt.

 

 

Dieser 8er-Rhythmus wiederholt sich in allen Perioden. Jede Periode hat ihr eigenes Thema. Hier aber geht es nur um das Thema der 3. Periode, Partnerbeziehung.

Die Homöopathie kann die einzelnen Themen der Elemente und damit auch der Perioden mit Hilfe des homöopathischen Arzneimitteltests herausfinden und beschreiben.

Bei einem Arzneimitteltest nehmen Testpersonen so lange das homöopathische Mittel ein , bis Symptome erscheinen. Homöopathische Mittel enthalten ausschließlich Information. Die Symptome, die sie hervorrufen, sind somit emotionale Äußerungen des Körpers zu dieser Information.

Das heißt, Körpersymptome haben emotionalen Inhalt oder Information und können entsprechend in Bedeutung übersetzt werden.

Um das Periodensystem inhaltlich zu verstehen, muss man die einzelnen Elemente als informatische Gebilde verstehen. Das ist möglich, wenn man aus ihnen homöopathische Mittel herstellt und in obiger Weise mit jedem Element einen homöopathischen Arzneimitteltest durchführt.

 

Nun zum informatischen Aufbau einer Periode am Beispiel der 3. Periode:

Das erste Element gibt das Thema der ganzen Periode vor:

1. Bei Natrium , dem 1. Element der 3. Periode, geht es um den Wunsch nach einer erfüllenden Beziehung , also um emotionale Zuwendung. Der Wunsch wird jedoch prompt und unreflektiert an die Umwelt herangetragen. Der Betreffende berücksichtigt nicht, dass Beziehung Ausdruck von Gegenseitigkeit ist.

In der gesamten 3. Periode wird es daher darum gehen, Schritt für Schritt auf die Bedingungen sozialer Gegenseitigkeit einzugehen und damit an Stabilität zu gewinnen. Auf Natrium folgt das

2. Element, Magnesium: Das Zuwendung suchende Individuum beschränkt seine Anfragen auf  einen einzigen berechenbaren Partner . Üblicherweise geht es um das Verhältnis eines Kindes zu den Eltern,  zur Familie oder Gruppe. Diese Strategie der Beschränkung auf Versorger fordert vom Kind keine Gegenleistung, führt aber zur Abhängigkeit. Das

3. Element, Aluminium, steht für die unvermeidliche Lösung von Versorgern. Da das Individuum am Entwicklungsstand von Aluminium seiner selbst nicht sicher ist, weiß es auch nicht , was es braucht, um  für andere attraktiv zu sein. Somit bedeutet jede Abweisung eine In-Frage-Stellung seiner Eignung als Partner. Mit dem

4. Element, Silizium, erkennt das Individuum, dass die Anerkennung als Partner nur gelingt, wenn man einem gültigen Bild von Attraktivität entspricht. Im Grunde handelt es sich um Selbstbewusstsein, das im Wissen um die eigene Attraktivität fußt . Die Frage, ob man sie hat oder sie sich nur einbildet,  führt zu Schwierigkeiten beim Auftreten oder Erscheinen vor anderen, weil man die Öffentlichkeit als Prüfstand erfährt.

Damit ist der 1. Vierteltakt der 3. Periode des Periodensystems abgeschlossen.

Im 2. Vierteltakt geht es um die Frage, was kann man aktiv tun, um die eigene Attraktivität aufzuwerten. Das

5. Element, Phosphor, versucht es mit der Strategie, für alle attraktiv sein zu wollen. Naturgemäß erhöht das nicht nur die Erfolgsrate sondern auch die Gefahr, zu scheitern. Die Lage ist also wieder instabil. Dagegen setzt das

6. Element, Schwefel,  eine realistischen Beschränkung seines Beziehungsanspruchs auf  zustimmende Partner. Das Individuum versucht, mit Begleitmaßnahmen die Chance auf Erfüllung seines  Wunsches zu erhöhen. Es geht um die nur allzu vertraute Strategie, seine Attraktivität durch Leistungen oder Erwerb von Besonderheiten zu erhöhen. Als Partner kommt in Frage, wem es gefällt. Das vorletzte und

7. Element, Chlor, geht diese Frage wie alle Elemente der 7. Gruppe moralistisch an. Wenn man Ansprüche anderer erfüllt, so meint es, darf man auch Erfüllung seiner Ansprüche von ihnen erwarten. Es geht also darum, durch Gegenseitigkeit wiederum Gegenseitigkeit zu erzeugen. Das macht diesen Typus empfindlich für Beziehungsprobleme, weil er durch diese Erwartungshaltung leicht zu enttäuschen ist.

Am Abschluss der 2. Viertels der 3. Periode, das gleichzeitig Abschluss der gesamten Oktave ist, steht wie in jeder Periode als

8. Element ein Edelgas, hier Argon. Es gibt die Antwort auf den im 1. Element, Natrium, geäußerten Wunsch nach einer erfüllenden Beziehung. Das Ideal einer erfüllenden Beziehung erreicht man nicht im Rahmen von sozialer Gegenseitigkeit sondern nur in sich selbst.

Der ideale Partner jedes Individuums ist es selbst.

Die 3. Perioden bearbeiten somit vom ersten bis zum letzten Element weiterschreitend Themen des Erwachsenwerdens und des Erwachsenseins in Form der Erfüllung von Normen sozialer Gegenseitigkeit, wobei im abschließenden Element, dem Edelgas, die maximale „Gegenseitigkeit“ in Form eines Rückzugs auf sich selbst erreicht wird:

Das Paradies, so scheint es, ist Freiheit von Widersprüchen und kann daher nur im Selbst gefunden werden.

Dieses Resultat ist ein Hinweis darauf, dass jedes Lebewesen mit idealen also unrealistischen Vorstellungen an das Leben herangeht. Diese machen das Leben letztlich zu einer unbewältigbaren Aufgabe.

In einer informatischen Welt gibt also keinen Verfall sondern nur unlösbare Probleme.

  • Altwerden ist keine Folge materieller Schwachstellen, Altwerden bedeutet Erstarrung als Folge der Anpassung an einschränkende Erfahrungen.

 

Können positive Erfahrungen befreien, führen einschränkende zum Rückzug ins Vertraute.

Um alt zu werden, gilt also die Regel, je weniger Ansprüche man stellt desto geringer ist auch das Risiko, einschränkende Erfahrungen zu machen: z. B. einige Schildkrötenarten, Bäume etc. – allen ist eine gewisse Selbstbescheidung zu eigen – , oder, das gilt vor allem für Menschen, man hat ein hohes Potenzial, sich erweiternde Erfahrungen zu verschaffen, was eine Frage der Sinnfindung ist. Dass Frauen älter werden bedeutet also, dass sie sich statistisch mit der Sinnfindung (Mutterrolle?) leichter tun

Das Leben ist soziale Auseinandersetzung, das befreiende und das einengende Moment stehen dabei einander gegenüber.

Im Zuge der eigenen Entwicklung überwiegen die einengenden Erfahrungen, man verfestigt sich zwangsläufig. Man erstarrt, man kann auch sagen, man stirbt.

Der Tod ist also Sinnbild dafür, dass das Leben ein unlösbarer Widerspruch ist, dem man sich nur durch ein finales Ausweichen, den Rückzug auf sich selbst, entziehen kann. Das gilt nicht nur für den Alterstod sondern auch für den Unfalltod. Der eine ist eine schleichende der andere eine unmittelbare Konfrontation mit unerfüllbar gewordenen Umfeldbedingungen. Diese Schlussfolgerungen berühren die äußerste Grenze, bis zu der man im Rahmen dieser Logik Aussagen treffen kann, was dahinter liegt, bleibt dunkel.

Im nächsten Video wird es um die vergleichsweise kompliziertere Frage gehen, was denn Krankheit eigentlich ist, wenn Materialdefekte als Krankheitsgrund ausscheiden.

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