Wieso wir uns im Spiegel sehen obwohl wir uns gar nicht sehen dürften.

Dr. Philipp Zippermayr – Artikel zum Video

Wenn man meint, Materie sei aus festen Teilchen gebildet, gibt es nur physikalisch-chemische Gesetze und Wechselwirkungen, wenn man jedoch diese Teilchen als elektromagnetische Schwingungsgebilde erachtet, kommt eine inhaltliche Qualität hinzu, die Teilchen können miteinander kommunizieren. In diesem Video (10 min)  lege ich anhand des Spiegelproblems dar, was das für Konsequenzen für unser Weltbild hat.

https://youtu.be/N7pvg7rjUPQ

Falls Sie den Text lieber lesen wollen, hier der Artikel:

In der theoretischen Physik ist Materie nicht aus festen Teilchen sondern winzigen schwingenden elektromagnetischen Wirbeln aufgebaut.

Jedes Atom dieses Universums besteht aus Schwingungen, in welcher Weise diese Schwingungen ihre spezifische Information speichern, Frequenz, Amplitude oder anders, weiß man nicht. Sicher ist, Schwingungen sind Informationsträger, das gilt nicht nur für Radiowellen sondern für jede Art von Wellen.

Für die Entstehung von Wellen braucht es stets das Aufeinandertreffen von Kräften,  bei Wasserwellen sind es z. B. aufeinandertreffende Strömungen verschiedener Richtung oder verschiedener Stärke, Wasser und Wind, strömendes Wasser, das auf einen Widerstand, z. B. einen Pfahl, trifft.  Da, wo Kräfte aufeinandertreffen, kommt es zu einem rhythmischen Abgleich ihrer Wirkungen. Daraus entstehen Wellen. Sie sind eine Art Kompromiss, ein Konsensprodukt.

Alle Arten von Schwingungen, auch elektromagnetische, sind Folgen der Auseinandersetzung von  Kräften, die zu einem Kompromiss finden müssen. Somit „erzählt“ jede Welle von diesem Kompromiss, er ist ihr Inhalt.

Wenn nun Materieteilchen nicht fest sondern winzige schwingende elektromagnetische Wirbel sind, erzählen sie von den Kräften, die ihre Entstehung verursachen. Bei den Elementen des Periodensystems sind dies die Kräfte des Urknalls.

Also, alles, was existiert, hat informatischen Gehalt. Jedes Element des Periodensystems besitzt Wellennatur und ist zwangsläufig Informationsträger.

Das bedeutet, die Teilchen haben Information. Alles, was Information besitzt, kann sich über deren Inhalte mit anderen austauschen, man „redet“ miteinander.

Das gegenwärtige feststoffliche  Weltbild setzt nur auf mathematische Logik, das hier vorgestellt setzt darüber hinaus auch auf eine informatische Logik.

In der Logik der feststofflichen Evolutionstheorie entsteht Leben zufällig, in der Logik der informatischen Evolutionstheorie verständigen sich die verschiedenen Elemente über passende Inhalte oder lehnen sich mangels Passung ab. Die logischen Indizien dafür sind eigentlich erdrückend, wieso kann sich dieses Weltbild nicht durchsetzen? Schon MAX PLANCK war der Meinung, dass es feste Materie an sich nicht gibt und dass der Urgrund der Materie geistig sein müsse.

In der breiten Öffentlichkeit herrscht die Vorstellung, dass Entscheidungen stets dann maximale Qualität haben, wenn sie auf den Boden wissenschaftlicher Fakten getroffen werden.

Ich verweise hier auf den amerikanischen Philosophen KUHN , der sagt, dass die wissenschaftlichen Fakten stets Ausdruck der Machtverhältnisse und nicht der Wahrheit sind.

PAUL FEYERABEND, österreichischer Philosoph (1924 – 1994), er war Professor an der Berkeley Universität, gibt dazu folgenden Kommentar.

Die wissenschaftliche  Praxis, nach der neue Theorien mit alten anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, weil sie zum Erhalt des Alten und Gewohnten führt. In dem Maße, in dem sie nur bestimmte Ergebnisse als Tatsachen zulässt, wird die Wissenschaft theologisch, ähnelt also einer Religion. Tatsächlich aber ist jede Theorie, also auch die alten von einem Meer von Unstimmigkeiten umgeben.

Ein Beispiel:

Eine Theorie mit qualitativen Mängeln ist die NEWTONSCHE Farbenlehre. Sie besagt, dass das Licht aus Strahlen mit verschiedener Brechbarkeit besteht und eine sehr geringe Breitenausdehnung im Raum haben. Nach seiner Spiegeltheorie sehen wir uns nur deshalb, weil alle Strahlen im selben Winkel von der Spiegeloberfläche reflektiert werden. Tatsächlich ist die mikroskopisch vergrößerte Oberfläche des Spiegels grob und uneben. Treffen nun diese winzigen Lichtwellen auf sie, ist diese für sie wie eine Gebirgslandschaft.

Die Strahlen werden durch die „Abhänge“ und „Gipfel“ in unterschiedliche Richtungen reflektiert. Nach dieser Theorie dürften wir uns also nicht im Spiegel sehen, sondern nur eine raue graue Oberfläche? Die Strahlentheorie des Lichts ist somit mit dem Vorhandensein von Spiegelbildern unvereinbar ist (wie NEWTON selbst zugibt).

Ich denke, das Spiegelproblem ist seit ca. 300 Jahren für die materialistische Weltsicht unerklärbar, weil man glaubt, dass das Sehen ein rein physikalischer Vorgang sei.

Tatsächlich ist auch die moderne Gehirnforschung bezüglich des Sehens zu ganz anderen Resultaten gekommen.

Das Bild, das wir sehen, wird demnach erst im Kopf zusammengesetzt, die Wirklichkeit entsteht also in uns und hat mit der Außenwelt nur bedingt etwas gemein.

In einer informatischen Wirklichkeit, wie ich sie hier vorstelle, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen .

Beim Sehen, Hören, Riechen etc. also bei allen Sinnesempfindungen spielen Emotionen die entscheidende Rolle. Das heißt, wenn wir sehen, hören oder riechen dann interpretieren wir! Wir knüpfen zu allem, was wir wahrnehmen eine emotionale Beziehung!

Diese Form der emotionalen Bezugnahme kann man sehr gut als ein Verstehen erklären. Beim Verletzungsschock verspüren wir nichts, obwohl eigentlich die Hölle los ist. Soll heißen, es ist etwas passiert, was wir erst mal nicht verstehen!

Das heißt, jede Sinnesempfindung läuft auf ein Verstehen der sinnlichen Wahrnehmung hinaus.

Wir müssen einen emotionalen Bezug herstellen können, sonst verstehen wir es nicht und nehmen letztlich nichts wahr!

Ob wir etwas verstehen wird nicht im Auge sondern auf der Ebene des Gehirns entschieden wird. Das Hirn vollbringt die eigentliche Sehleistung, indem es das von außen kommende Bild mit vorhandenen Vorstellungen abgleicht.

Das bedeutet, das Gehirn muss eine Vorstellung von der Welt haben, damit wir sie überhaupt wahrnehmen können.  

Somit ist jedes Bild etwas Gemachtes, es setzt sich aus dem Bild von einem Ding und der vorhandenen Vorstellung von Dingen zusammen. Fehlt diese Vorstellung, kann man das Bild nicht verstehen, es ist wertlos.

Ich kehre nun zum Spiegel zurück:

Beim Spiegel geht es um die emotionale Auseinandersetzung des Auges mit einem Gegenstand, der alles Licht reflektiert.

Reflexion bedeutet auf der Ebene des Gehirns – also das Unterbewusstsein -, dass es keine Bezüge zum Gegenstand aufbauen kann.

Die Voraussetzungen für ein Verstehen fehlt.

Auf der Ebene des Sehens interpretiert das Unterbewusstsein Reflexion daher als sinnliche Abweisung.

Ein einfacheres Erklärungsmodell: Menschen kommunizieren miteinander, indem sie sich ineinander hineinversetzen. Das heißt, bei einem Gespräch vergleichen sie unwillkürlich die Äußerung des Kommunikationspartners mit der eigenen Meinung. Sie nehmen ihn damit über ihre eigene Meinung wahr. Diese Vergleichstechnik ist unvermeidlich. Bei Spiegeln oder verschlossenen Menschen scheitert diese Technik. Es kommt zu keinem Abgleich, was bleibt, ist die eigene Meinung, die eigenen Sicht der Dinge. Man spiegelt sich im anderen.

Jede Sinneswahrnehmung beruht auf solchen Vorgangen.

Der spiegelnde Gegenstand verschließt sich jeder Gegenseitigkeit, wirft alles Licht zurück, also nicht nur das Bild des Betrachters sondern auch das Bild der Umwelt.

Was man nun sieht, ist die eigene Sicht der Dinge, also das, was man sehen würde, stünde man an der Stelle des Spiegels. Man sieht sich und das, was hinter einem ist. 

Man musst sich also bei der Bildentstehung von der Physik der Lichtstrahlen lösen. Theoretisch könnt jeder Gegenstand spiegeln. Das Gehirn produziert erst ab einer gewissen Glätte Spiegelbilder, das heißt, es nimmt den spiegelnden Gegenstand plötzlich nicht mehr wahr, was gemäß seiner Methode der Bilderzeugung dazu führt, dass nur die eigene Sicht der Dinge übrig bleibt. Damit wird der Beobachter zu seinem eigenen Gegenüber.

Deshalb kann ich mit einem Spiegel um die Ecke sehen. Der Spiegel bin ich, der entsprechend positioniert meine Sicht der Dinge zeigt, würde ich an der Stelle des Spiegels stehen.

 

All das ergibt auf physikalischer Ebene keinen Sinn, auf der emotionalen Ebene ist es logisch. 

Im nächsten Video (Artikel) wird es um die Frage gehen, wieso wir „nackt“ sind, es uns also leisten können, kein Fell zu haben.

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symptom & sense – die Welt ist kein Zufall.

1. von drei Artikeln

Menschen erleben die Welt durch ihre Sinnesorgane. Was man sieht, riecht, hört, fühlt oder messen kann, existiert. Daraus hat die aufgeklärte Wissenschaft das derzeit gängige Weltbild geformt. Viele Menschen verstehen gar nicht, wie die Menschheit des Altertums und des Mittelalters das nicht so wahrnehmen konnte.

Kann es also sein, dass die Menschen der nächsten Jahrhunderte auf uns kopfschüttelnd zurückblicken und sich fragen werden, wie wir das, was man nicht sieht, nicht riecht, nicht hört, fühlt oder messen kann, einfach als nicht existierend erachten konnten?

Die Logik der materiellen Welt besagt, die Dinge, seien sie lebendig oder nur Gegenstände, bestehen aus kleinen Teilchen wie z. B. Molekülen, diese wiederum aus Atomen, die ihrerseits wieder aus kleineren Teilchen, Elektronen, Neutronen etc. bestehen. Ein Molekül ist demnach inhaltsloses elektromagnetisches Gebilde, das mit anderen Molekülen feste, flüssige oder gasförmige Substanzen bildet. Das Leben, meint man, sei aus der Kombination zufällig zueinander passender, verschiedener Moleküle entstanden.

Sinnloses soll also Sinnvolles erzeugen können?

Die Logik der materiellen Welt besagt, ja natürlich, Leben ist sinnlos, also kann Sinnloses Sinnloses erzeugen!

Wenn also Leben sinnloser Zufall ist, wieso findet sich im Rahmen der klassischen Evolutionstheorie auch das Konsensprinzip?

Wie ist es also möglich, dass nicht der Stärkere den Überlebenskampf gewinnt sondern der Dialogfähigere, dass also das Überleben primär auf sozialen Momenten und nicht auf  banalem Stark- oder Stärkersein beruht? Wenn also der soziale Konsens im Äußeren Lebensgrundlage ist, liegt es nicht zwingend nahe, dass er dies auch im körperlichen Inneren ist? Liegt es nicht auch zwingend nahe, dass die Eigenschaften, die einem Wesen soziale Kompetenzen verleihen, in ihm angelegt sein müssen?

Leben ist Dialog, es folgt der Logik von Inhalten im Äußeren wie im Inneren!

Leben kann demnach nicht sinnlos sein, es ist soziale Wirksamkeit,  inhaltslose Materie kann kein Leben, also soziale Wirksamkeit hervorbringen! Jede Materie besitzt Inhalt in Form von Energie und Information.

Der Erfüllung eigener Ansprüche auf  Beziehungs-, Gruppen- und Staatsebene steht die Erfüllung der Ansprüche eben dieser sozialen Institutionen durch ihre Mitglieder gegenüber.

Nichts ist beliebig, soziale Grundwerte haben eine ineinandergreifende Logik.

Erst wenn sich die Vernunft einmengt und aufbauend auf  diesen Grundwerten den Staat als sozialen Überbau schafft, kommt es zur Vermischung von Individualinteressen und gemeinschaftlichen Interessen. Dennoch, die sozialen Grundwerte sind Voraussetzung dafür, dass eine Staatsbildung funktionieren kann, dass die Zugehörigkeit zu sozialen Gemeinschaften in die Identität jedes Mitglieds einfließt und es dafür eignet, ihre Normen zu akzeptieren.

Logische Zusammenhänge kann man nicht messen, sollen sie deshalb Zufall sein?

Die Logik besagt, die Evolution als Produkt der Zufälligkeit ist denkunmöglich. Es ist auch denkunmöglich, dass am Anfang der Zufall stand und danach die logische Notwendigkeit wirksam Einzug hielt. Lebewesen formen sich unter dem Innendruck ihres Wollens und dem Außendruck ihrer Umwelt, sie sind soziale Gebilde zwischen Anspruch und  Realität. Menschen werden krank, wenn sozialer Anspruch und soziale Realität einander widersprechen. Das bedeutet,

wir erkranken immer sozial!

Dies ist das Weltbild von symptom & sense, einem Programm, das mit der Logik des Krankheitsgeschehens befasst ist. Wenn es richtig ist, dass Krankheitszeichen einen Krankheitssinn haben, dass Symptome Reaktionen auf soziale Zusammenhänge sind, können sie nicht nur das Resultat von sinnleeren biochemischen Abläufen sein sondern müssen etwas zum Ausdruck bringen wollen, müssen Inhalt haben.

Wenn sie aber Inhalt haben, bedeutet dies, dass der Körper als informatisches Gebilde von sozialer Logik geformt ist. Lebendige Körper sind somit Produkte sozialer Prinzipien.

Ein Beispiel: Aus dem naturwissenschaftlichen Blickwinkel sind Allergien Irrtümer unserer Körperchemie, die auf bestimmte alltägliche Reize ihre Abwehrmechanismen, die Immunglobuline, mobilisiert. Das führt uns zur Frage, handelt es sich um eine defekte Steuerung oder leidet unser Immunsystem unter Verfolgungswahn, indem es alltägliche Stoffe zu Feinden erklärt? Der Körper reagiert also zum einen auf einen Stoff aus seinem Umfeld, dem er oft gar nicht entgehen kann, und zum anderen wird bei dieser Reaktion nicht der Aggressor, das Allergen, sondern er selbst beschädigt.

Immunreaktionen sind stets autoaggressiv!

Wenn man aus diesem Umstand eine logische Botschaft ableiten will, dann nicht die, dass sich der Körper geirrt hat, sondern, dass er, wenn er ein Problem nicht lösen kann, sich selber „auflöst“.

Wäre der Körper das inhaltsleere Gebilde, als das ihn die Biologie sieht, ergäbe das keinerlei Sinn, agiert er aber ähnlich wie ein nach informatischen Gesichtspunkten konzipiertes Programm, so ist die Immunreaktion nichts anderes als Ausdruck einer hilflosen emotionalen Reaktion.

Im Emotionalen, sagt der Philosoph PLESSNER, verliert der Mensch seine Handlungsfähigkeit.

Diese Unfähigkeit sollte jeder nachempfinden können, ist man doch keinesfalls Herr seiner Emotionalität, der eine verstummt im Zorn, der andere wirft Dinge, beide ärgern sich hinterher, dass sie nicht reagiert bzw. überreagiert haben.

Damit steht fest, emotionale Reaktionen unterliegen nicht der Herrschaft des Bewusstseins. Das gilt für die Emotionalität der Gemütsebene genauso wie für körperliche Krankheitserscheinungen, seien es Kopfweh, Schnupfen, Schmerzen oder eben allergische Reaktionen.

Der Philosoph SCHELLING sagt, die Gedanken sind frei, die Handlungen nicht.

Während der Kopf, also das Bewusstsein, frei assoziieren kann, ist das dem Unterbewusstsein, man kann auch sagen dem Körper, nicht möglich. Alle Emotionen entstammen demnach dem Unterbewusstsein. Das bedeutet, unsere Emotionalität bestimmt unser Verhalten in allen Lebenslagen, sie ist der  Kern unserer Persönlichkeit. So wie wir sind, sind wir von unserem Unterbewusstsein nicht nur in unseren Verhaltensweisen sondern auch in unserem Aussehen bestimmt! Alles ist uns schicksalhaft auferlegt (mehr darüber im Buch: symptom & sense, ML Verlag).

Allergien sind emotionale Reaktionen auf alltägliche Reize. Die Allergene, z.B. Pollen,  sprechen auf der Ebene des Unterbewusstseins die Reizbarkeit der AllergikerInnen an, sind für sie eine Zumutung.

Die Botschaft von Allergien kann man daher nur verstehen, wenn man die AllergikerInnen versteht, ihre jeweilige Reizbarkeit passt zum auslösenden Reiz, dem Allergen, wie ein Schlüssel zum Schloss.

Diese Zusammenhänge sind Inhalt der Logik von symptom & sense.

Das Programm arbeitet mit über 7000 übersetzten Symptomen. Die Übersetzung des Symptoms, Allergie, lautet:

Allergien: Problem, trotz fehlender Bereitschaft verwirrenden sozialen Ansprüchen, Zumutungen ausgesetzt, bedrängt zu sein, Stellung beziehen zu müssen, sich jedoch weder anpassen noch ausweichen, sich nur selber attackieren zu können;

Die Logik besagt, AllergikerInnen lehnen das Allergen nicht ab sondern fühlen sich von ihm abgelehnt. Man ist also unpassend oder fühlt sich als unpassend erklärt. Man kann sich dagegen nicht wehren sondern nur selber angreifen.

Jetzt braucht man „nur“ noch wissen, welche Botschaften die einzelnen Allergene haben, um zu erfahren, um welchen sozialen Anpassungskonflikt es gerade geht.

Ein Beispiel: Die Pollen, die uns im Frühjahr umschwirren, sind auf der Suche nach einem passenden Fruchtknoten, auf dessen Narbe sie sich festsetzen können. Zudringlich, ja aufdringlich, wie sie nun eben sind, fungieren sie als Vollstrecker ihres Auftrags, Fruchtbarkeit, indem sie alles und jedes auf sinnliche, sexuelle Passung untersuchen.

Heuschnupfen: Problem, trotz fehlender Bereitschaft, sich einzulassen, verwirrenden, veränderlichen Bedingungen sinnlicher, sexueller Üblichkeit ausgesetzt, überfordert, in der Folge als unüblich erachtet, abgewehrt zu sein, weder ausweichen noch entsprechen, sich nur selber attackieren, absondern zu können;

Fazit: Die Dinge, die AllergikerInnen unbewusst auf die „Nerven“ gehen, haben alltäglichen, oft unvermeidlichen Charakter. Beim Heuschnupfen geht es um sexuelle Passung (Pollen), also um die Frage, ob man sich auf diese Form der Nähe einlassen kann. Das Bewusstsein nimmt diese Botschaft nicht wahr, das Unterbewusstsein ist jedoch sofort im Bilde und reagiert mit dem Gefühl, dass es selber, so wie es ist, unzumutbar oder dass dieses andere, so wie es ist, unzumutbar ist. Somit verweist der Heuschnupfen auf generelle Vorbehalte gegenüber der Voraussetzung für Sexualität, sich einlassen zu müssen. Dem Bewusstsein ist klar, dass das keinen Sinn macht, weil die Pollen nur begrifflich ähnlich sonst aber harmlos sind,

das Unterbewusstsein hat jedoch keine Wahl, es ist begriffsgesteuert.

Wie auch immer, wenn der Reizbegriff aufgerufen ist, spricht die Reizbarkeit in Form einer Schloss-Schlüssel-Reaktion an. Eine emotionale Reaktion setzt sich in Gang, kann aber gegen den allgegenwärtigen Gegenstand der Erregung, den für Pollen typischen Begriff, sexuelle Zudringlichkeit, nichts ausrichten. Das System folgt seiner Logik und attackiert sich selbst.

Damit ist aber nur ein Teil dieses naturgemäß chronischen Problems erklärt. Was fehlt, ist noch die Begründung der Komplexität des Phänomens, Heuschnupfen:

weshalb scheut das Unterbewusstsein sexuelle Zudringlichkeit und warum können diese Menschen reale sexuelle Nähe durchaus akzeptieren? Weil es nicht dasselbe ist!

Das Programm symptom & sense sucht in der aktuellen Symptomatik der Kranken nach widersprüchlichen oder komplementären Symptomen.

Der Programmalgorithmus lautet, chronische Krankheiten hören deshalb nicht auf, weil sie auf inneren Widersprüchen beruhen.

Diese Widersprüche spiegeln sich in einander widersprechenden Symptomen. Die Strategie, mit der das Programm diese dynamischen Gegensätze sucht, läuft wieder über Begriffe. Ihre Auffindung basiert auf so einfachen Fragen, wie,

was kann solche Menschen irritieren bzw. was darf ihnen nicht passieren?

Bei Menschen, die Probleme mit sexueller Nähe haben, sind dies Begriffe wie Unzuverlässigkeit, Ungewissheit bzw. erhöhtes Kontrollverlangen.

Finden sich also in der Symptomatik der HeuschnupfenpatientInnen Reaktionen auf Staub oder Alkohol, zeigt sich in zwingender Logik, worauf ihr innerer Vorbehalt jeweils beruht.

Staub steht begrifflich für Zerfall, Unzuverlässigkeit,

Überempfindlichkeit gegen Alkohol steht für erhöhtes Kontrollverlangen.

Das Unterbewusstsein reagiert hier nach seinem individuellen Empfinden. Wer auf Staub reagiert, hat ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, wer Probleme mit Alkohol hat, ist auf der Hut, beide fühlen sich daher von unkontrollierbar umherschwirrender sexueller Zudringlichkeit bedroht. Mögliche komplementäre Symptomenpaarungen wären hier also

                     Heuschnupfen  ><  Husten durch Staub

Heuschnupfen  ><  Beschwerden durch geringe Mengen Alkohol

In der Auswertung von symptom & sense werden alle komplementären Symptomenpaarungen einer Fallerhebung gezeigt und nach Rang untereinander gestellt. So wie unser Aussehen, so ist das Muster unserer Reizbarkeit festgelegt und nicht zufällig. Die dynamischen Verhältnisse in den Körpern von Lebewesen sind Ausdruck einer Haltung zur Welt, beruhen also auf ihrer Persönlichkeit und ihrer familiären wie auch biographischen Vergangenheit.

Deshalb ist es möglich, dass sich ein Computer in diesem Umfeld besser als ein Mensch orientieren kann.

Die komplementären Gegensätze sind aus dem Kopf heraus kaum zu finden und schon gar nicht nach Schwere zu reihen. Klar ist aber auch, dass das Ergebnis von der Qualität der Erhebung, also der Sorgfalt der Befragung durch AnwenderInnen abhängt.

Die emotionalen Ausbrüche eines Kindes, das einerseits selbständig andererseits von der Mama abhängig ist, das Burn out eines pingelig arbeitenden Angestellten, der einer überbordenden Arbeitsfülle konfrontiert ist, die Arbeit weder oberflächlich ausführen noch im gesetzten Zeitrahmen ausführen kann, sind Beispiele für unlösbare Konflikte.

Aus den Symptomentexten der komplementären Paarungen lässt sich das Krankheitsmotiv erstellen, die dabei genutzten Symptome verwenden Homöopathen für die homöopathische Repertorisation.

Mehr Information über Funktion und Philosophie der Anwendung von www.symptom-sense.com finden Sie in meinem Buch, symptom & sense, ML Verlag 2016.

 

Dr. rer. nat. Philipp Zippermayr

Krankheit verstehen = die Welt verstehen

Ist es revolutionär, wenn man sagt, Materie gibt es nicht, es gibt nur Energie und Information?
Aus dem Blickwinkel der theoretischen Physik ist das wohl selbstverständlich, aus dem Blickwinkel der Sinnesorgane, der traditionellen Physik oder Biologie jedoch fremd. Man lehnt es ab.
Gerade die Homöopathie zeigt, dass es eine Welt jenseits der Sinnesorgane und der Messbarkeit gibt.
Ich denke, wir dürfen fix davon ausgehen, dass in einigen Jahren das Weltbild ein informatisches sein wird.
Informatisch bedeutet, alles ist über Inhalte miteinander verbunden. Wenn etwas funktionieren soll, muss es Sinn machen. Die Evolution beruhte plötzlich nicht mehr auf Zufall sondern auf logischen Zusammenhängen.
In eben diesem Feld bewegt sich meine Arbeit. Symptome haben eine Bedeutung, stehen in logischem Bezug zueinander. Wenn ein Mensch chronisch krank ist, müssen seine Symptome einen unlösbaren inneren Widerspruch beschreiben. Damit meine ich z. B. ein Kind, das einerseits selbständig alles machen will, sich andererseits an die Mutter klammert. Das eine schließt das andere aus.
In einer informatischen Welt ist das zwingend. Somit möchte ich Sie einladen, mir dahin zu folgen und sich selber ein Bild zu machen. Symptom & sense ist ein Programm, das in der Lage ist, aus der Symptomenfülle eines Falles die einander widersprechenden Symptome aufzufinden und nach Wichtigkeit zu reihen. Das schafft vielfältige therapeutische Einsatzmöglichkeiten.
In der Homöopathie können genau diese Symptome zur Repertorisation genutzt werden.