Wieso wir uns im Spiegel sehen obwohl wir uns gar nicht sehen dürften.

Philipp Zippermayr: Das informatische Weltbild oder wie eine Welt ohne feste Materie aussieht.

Wenn man meint, Materie sei aus festen Teilchen gebildet, gibt es nur physikalisch-chemische Gesetze und Wechselwirkungen, wenn man jedoch diese Teilchen als elektromagnetische Schwingungsgebilde erachtet, kommt eine inhaltliche Qualität hinzu, die Teilchen können miteinander kommunizieren. Im diesem Video (10 min) lege ich anhand des Spiegelproblems in einfachen Worten dar, was das für Konsequenzen für unser Weltbild hat und, wie das Spiegelproblem zu erklären ist.

 

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Die menschliche Software: symptom & sense   Der Fall  Ludwig Van Beethoven: Warum er taub geworden ist.

Video Beethoven 33

Video: https://www.youtube.com/watch?v=9ALzgQ7DWvQ

 (copyright) Philipp Zippermayr

 

Meiner Meinung nach kann man Beethovens Krankheiten, die die Krankheiten eines Genies sind, nur verstehen, wenn man seinen Anspruch an sich und seine familiäre Herkunft beachtet. Hier stellt sich sehr rasch die Frage, wie es denn zu Spitzenleistungen dieser Art kommt?

Sind sie die Folge extremer Fähigkeiten oder Talents einer Person, die sich an ihr schicksalhaft wie von selbst entfalten, weil sie diese Eigenschaften eben hat?

Vermutlich nicht. Spitzenleistungen sind sehr viel  eher die Folge einer besonderen Lebenshaltung. Damit meine ich, hinter jeder großen Leistung steht der ernsthafte Anspruch, genau diese Leistung erbringen zu wollen.

Dieser Anspruch ist Voraussetzung für das Talent, das Ausdruck der Bereitschaft ist, sich auf ein bestimmtes Thema, eine bestimmte Aufgabenstellung intensiv und vorbehaltsfrei einzulassen. Also in der Sache aufzugehen, sie zu seiner zu machen, wie es anderen eben wegen ihrer Vorbehalte und Ängste nicht gegeben ist.

Ich vermute also, dass jede enorme Fähigkeit diese enorme Motivation, man kann auch sagen Unerschrockenheit vor einer spezifischen Herausforderung, voraussetzt.

Alfred Adler, Zeitgenosse Freuds und Jungs, sagt, das treibende Moment jeder Leistung wäre ein Versuch der Befreiung von der eigenen Minderwertigkeit. Im Gegensatz dazu steht die Neurose, die aus seiner Perspektive ein Versuch ist, durch bloße Gegensetzung seiner Haltung zu allgemein üblichen Haltungen quasi leistungsfrei den Status des Besonderen zu erschwindeln. Beispiele wären, sich durch prinzipiellen Widerspruch abzugrenzen (Hauptsache, man ist anders), oder noch einfacher, aus der Abwertung anderer Eigenwert zu kreieren.

Ich gehe also davon aus, Spitzenleistungen sind Folge des außerordentlichen und ehrlichen Willens zur extremen Herausforderung. Dieser Wille fordert von sich die Überwindung aller Widerstände, koste es, was es wolle. Je größer der Eigenanspruch ist, desto  risikoreicher für die, die ihm ausgeliefert sind. In der äußeren Perspektive erscheint vielleicht das Bild des schon Erreichten in der inneren Perspektive das noch zu Erreichende. Je extremer der Drang zum Außergewöhnlichen ist, desto gewisser ist die letztliche Unerreichbarkeit und das Scheitern. Die Folge ist Depression oder körperliche Erkrankung.

Beethovens Krankengeschichte, seine Symptome sollte somit Antwort geben können, was seine Motivation und was sein körperlicher Untergang war.

Philipp Zippermayr

Die menschliche Software – symptom & sense: Kurzseminar: Wie man einen Fall löst: Krankheitsmotiv + Arzneimittel – lachesis.

video lachesis 28

http://youtu.be/aDBpqvBVbt4

Diesmal geht es um einen gelösten Fall, lachesis, der zeigt, wie weit entfernt von jeder Zufälligkeit, das zentrale Motiv des inneren Widerspruchs, den jede Krankheit darstellt, erfasst wird.

Der Körper ist, davon gehe ich aus, ein informatisches System. Symptome sind emotionale Reaktionen und daher genauso unkontrollierbar wie es die emotionalen Reaktionen der Gemütsebene sind.   Das bedeutet, unsere Willensfreiheit   ist unseren emotionalen Reaktionen unterstellt. Wir können ihren Ausbruch nicht verhindern, wir haben aber die Freiheit, Vorkehrungen gegen sie zu treffen. Damit meine ich, die auslösenden Reizsituationen zu vermeiden.

Ist nun aber eine emotionale Reaktion erfolgt, offenbart sie sich in einem Symptom, das den konkreten Inhalt dieser Emotion zum Ausdruck bringt.  Jede Körperlokalisation ist demnach bedeutungsbelegt, z. B. der Kopf ist dem Thema Geltung, die Arme, dem Thema Handlungsfreiheit unterstellt. Genau diese Themen sind berührt, wenn der Kopf oder die Arme mit Krankheitssymptomen reagieren.

Gerade wegen dieses Zusammenhangs von auslösendem Reiz und emotionaler Reaktion, der Anspruch auf Handlungsfreiheit trifft auf die Handlungsfreiheit einschränkende Bedingungen, ist jedes Symptom Ausdruck einer inneren Dynamik.   Die Reaktion auf die Einschränkung kann nämlich offensiv oder eben defensiv sein. In der Gesamtschau einer Krankheitssymptomatik, die ja aus mehreren Symptomen besteht, begegnen sich offensive und defensive Momente dieser Art. Wenn sie dies im Rahmen eines Themas tun, zum Beispiel Geltung oder eben Handlungsfreiheit, ergibt sich ein innerer Widerspruch. Zum BeispielHandlungsfreiheit zu wünschen gleichzeitig aber Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

Um diese Widersprüche geht es bei der Software symptom  & sense. Das Programm übernimmt also nicht das Denken, es tut nur das, was Computer besser als Menschen können: es filtert die widersprüchlichen Symptome innerhalb eines Themas heraus,e s sortiert, alles andere bleibt dem Anwender überlassen.

Philipp Zippermayr

Die menschliche Software – der Fall Napoleon

Ich beschäftige mich seit ca 15 Jahren mit der Sprache der Symptome. Mit Hilfe der 2014 fertiggestellten Software symptom & sense ist nun eine computergestützte Analyse der Krankheitsbotschaft möglich. Wie dies geht, zeige ich im Video, Der Fall Napoleon… oder welche emotionale Grundhaltung ist nötig, um ein glorreicher Feldherr zu werden.

Napoleon ist so berühmt, dass man auch viele seiner Krankheitssymptome kennt. Einige davon, die mir sicher erschienen, habe ich in meine Software eingegeben. Meine Absicht dabei ist nicht nur eine Erklärung der Vorgangsweise anhand eines möglichst objektiven Fallbeispiels, ich möchte auch die Präzision, mit der die Computeranalyse Napoleons Realität erfasst, demonstrieren.

In der Auswertung zeigte sich, dass nur Napoleons Akutsymptome – das sind seine Symptome unter dem Stress einer bevorstehenden Schlacht  – ausreichend gut dokumentiert sind, um ein Analyseresultat zu erbringen.  Gemäß meiner These, das Krankheiten Ausdruck eines unlösbaren inneren Widerspruch sind, war sogleich klar, dass er einerseits den Wunsch hatte, die bevorstehende Entscheidung zu vermeiden, sich andererseits aber nichts mehr wünschte, als genau diese Entscheidung herbeizuführen. Das Problem ist somit unlösbar, weil das eine mit dem anderen nicht vereinbar ist.

Ganz anders die Analyse seiner chronische Magensymptomatik. Es stellte sich heraus, dass die Informationen darüber viel zu spärlich sind,  um den dahinterstehenden Widerspruch zu finden. Man erkennt dies an der Qualität der Computeranalyse: wohl spiegeln seine Akutsymptome den oben genannten Zwiespalt,  das einzige halbwegs sichere chronische Symptom, Magenschmerz besser durch Druck, scheint in der Auswertung nicht auf. Das bedeutet, es findet sich kein dynamisch gegensätzliches Symptom, das einen inneren Widerspruch anzeigt. In dieser Situation müssten weitere Symptome so lange erhoben werden, bis der Widerspruch, der zwangsläufig vorhanden sein muss, erscheint. Das ist illusorisch, Napoleon steht nicht mehr zur Verfügung und im Internet ist es mir leider nicht gelungen.

Fazit: auf Basis der bekannten Symptome Napoleons wäre nur eine Akuttherapie möglich:

Siehe dazu das Video: Der Fall Napoleon… oder welche emotionale Grundhaltung ist nötig, um ein glorreicher Feldherr zu werden:

Das Video zeigt, was und warum das Programm diese Botschaften entschlüsseln kann.

In den nächsten Tagen werde ich im Rahmen von zwei Artikeln darlegen, wo bei einer Anwendung in der Homöopathie die Grenzen des Programms symptom & sense liegen. Der erste bezieht sich auf S. Hahnemanns Organon, dessen Regeln nicht außer Kraft gesetzt werden können. Der zweite Artikel ist sehr viel heikler, weil es um Fragen der Zuverlässigkeit unserer Repertorien geht.

Philipp Zippermayr

Video! Die Grundprinzipien des Programms symptom & sense in Kurzform.

In drei Schritten vom Krankheitszeichen zum Krankheitssinn: kurze Zusammenfassung der Prinzipien und Bedienung der Software symptom & sense – wie man von den Symptomen eines Kranken zur Krankheitsbotschaft kommt:Video Praxis in 3 Schritten

https://www.youtube.com/watch?v=Ik3TUYgb9xI